Gut gemeint, nicht gut gemacht

Rund um den Dammtorbahnhof wurde im letzten Jahr viel an der Verkehrsinfrastruktur geändert. Dabei wurden u.a. einige Fahrradwege verbreitert, besser sichtbar gemacht, Fahrradampeln installiert. Fährt man Richtung Stephansplatz sieht es auf den ersten Blick so aus, als wäre auch hier die Infrastruktur für den Radverkehr verbessert worden:

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Schaut man genau hin, zeigt sich leider, dass der breite, rot markierte Radweg plötzlich endet. Nicht nur das, mitten im Radweg beginnt ein Metallzaun und als Radfahrerin darf ich mir nun aussuchen, ob ich auf der Straße fahre – von den herannahenden Autofahrern aggressiv angehupt und eng überholt, die den Radweg rechts hinter dem Zaun vermuten. Alternativ kann ich auf dem Gehweg fahren, der in Längsrichtung gepflastert meine Reifen in die Spurrillen zwingt und mich regelmäßig zum Schwanken. Ganz zu schweigen davon, dass hier meist Touristen unterwegs sind und der Gehweg schon für zwei Fußgänger nebeneinander eng ist..

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Warum endet dieser bis dahin gut durchdachte Radweg so plötzlich??

Dabei gibt es schon ca. 150m weiter an der nächsten Kreuzung wieder eine gute Radspur..

6 comments

  1. Was’n Unfug! *kopfschüttel*

    Vielleicht ist da ja nochmal mehr geplant, dennoch stellt es eine Gefahr da, vor allem in der Dämmerung/Dunkelheit. Mit meinem Liege-Trike würde ich da einfach flink auf die Straße wechseln.

    Sowas sieht man ja immer mal wieder, da frage ich mich: Sind die Angestellten der Straßenbaufirma blind oder befolgen die nur ihre Aufträge? o_O

      1. Das mag ja alles sein, aber ich grüble dann immer „Das sind doch klar denkende Menschen – sehen die das nicht?“. Also, nicht die Planer, die versinken irgendwo hinter ihrem Schreibtisch. Aber man kann doch reden und sagen „Cheff, is‘ kagge was’e da planen!“.

        Aber wahrscheinlich denke ich zu optimistisch! :-/

      2. ^^ Glaub die meisten meckern eher nach Feierabend über ihren Chef, anstatt ihn ma direkt anzusprechen. Aber vielleicht is der Radweg ja auch eine geplante Maßnahme um das Gesamtaufkommen der Radler etwas zu reduzieren…

  2. Warum so etwas entsteht? Weil die meisten deutschen Kommunen keinen Masterplan für den Radverkehr haben, sondern nur was machen „wenn die Straße eh dran war saniert zu werden“.
    Hinzu kommt die Angst der Lokalpolitiker, sich in solchen Fällen bei Engstellen verbindlich für den Radverkehr (=Platz für einen Radstreifen) und gegen den Autoverkehr (=Fahrspur verschmälern) zu entscheiden.
    Schade von dem ganzen Geld…

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