Gruselige Critical Mass im Oktober

„Critical Mass Hamburg – the spooky ride“ kündigte der Unbekannte auf Facebook an. Entsprechende Figuren und geschmückte Räder waren am vergangenen Freitagabend in Hamburg zu bewundern. Den Herrn im Fellkostüm beneidete ich ein wenig – es wärmte über die ~ 26km Strecke bestimmt gut!

Warm im Fell
Warm im Fell


Auf dem Heiligengeistfeld wurde schon der Winterdom aufgebaut. So sammelten sich alle, die gemeinsam Rad fahren wollten, rund um die Kreuzung Glacischaussee / Budapester Straße.  Mein Oldenburger Besuch staunte beim Anblick der ~ 3.500 Radfahrer, den beleuchteten Rädern und gruseligen Kostümen.

Musik wummert, Rad leuchtet
Musik wummert, Rad leuchtet

Los ging’s über die Reeperbahn, den Fischmarkt links liegen lassend auf die Elbchaussee. Im um die Zeit verschlafenen Othmarschen drehten die vorne Fahrenden wieder zurück gen Osten.  Den ganzen Verlauf hat der @2radlerHH aufgezeichnet, den wir am Start trafen.

Den ein oder anderen Wechsel des Verkehrsmittels beobachteten wir.

Hexe mit Rad statt Besen
Hexe mit Rad statt Besen

Endlich lernte ich auch B.O.B.B. kennen, bikespressos schwarzen Falter. Unglaublich, dass so ein riesiger Totenkopf am Brompton hielt.

B.O.B.B. mit Totenkopf
B.O.B.B. mit Totenkopf

Am Dammtor bestanden unsere kalten Füße auf der Heimfahrt, aber erst liessen wir die vielen hinter uns Fahrenden passieren. Meinen Besuch beeindruckte, wie viele Radfahrer noch nach uns kamen, wie gut die Stimmung war und wie friedlich alles lief.

„War das ein Spaß!“, „..nun brauch‘ ich erst mal einen Grog zum Aufwärmen.“ begleiteten die Fahrt zurück. Ein schöner Abend!

 

Anmerkung zur Hamburger Radinfrastruktur:

„An der Alster“ fuhr mein Besuch plötzlich langsamer. Automatisch ging ich davon aus, dass sie den Blick über das Wasser genossen. Irrtum. Es war der schlechte „Radweg“, der sie langsam fahren ließ: Kaum beleuchtet, von Laub bedeckt, fast zu schmal, um nicht mit entgegenkommenden Radfahrern zu kollidieren. Das ließ mich doppelt fassungslos. Passionierte Oldenburger Radfahrer, die nicht nur Touren fahren, sondern auch fast jede Alltagsfahrt mit dem Rad, fuhren auf einmal übervorsichtig – auf einer der meistbefahreren Hamburger Radstrecken. ..und mir fällt diese Buckelpiste ohne nennenswerte Beleuchtung gar nicht mehr auf. Es wird Zeit, dass dort endlich eine der Autospuren zum Radweg umgewandelt wird!

1 comment

  1. Moin,
    eine schöne entspannte Radeltour mit Volksfestcharakter (nun ja – Bratwurst dabei ist ok, – die Ausnahmeradler mit Bier verzichtbar) – treffend dokumentiert – bin gespannt, wie es im Sommer geht.
    Haddy

Kommentar verfassen