Fiete im NDR

Screenshot der Sendung in der NDR Mediathek

„Radfahren – gesund oder gefährlich“ war die Frage der Sendung „plietsch.“ im Norddeutschen Rundfunk (NDR) diese Woche. Es wurden viele Aspekte rund ums Thema betrachtet: U. a. die Radverkehrsinfrastruktur, der gesundheitliche Aspekt und Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad erläuterte, worauf es beim Fahrradkauf ankommt. Bei den verschiedenen Fahrradtypen, die vorgestellt wurden, war mein Brommie Fiete als Faltrad dabei! Spannend zu sehen, was aus den fast drei Stunden, die wir im und um den Elbtunnel an einem verregneten Märzmorgen gefilmt wurden, geworden ist.

Einige Impressionen des Morgens:

Die schönen Bambusräder von myBoo sind in der Sendung ebenfalls zu sehen – im Interview mit Tim Poser, der mit seiner Frau auf darauf nach China gefahren ist. Hier der Link zur Sendung.

Radbuch zum Überleben in der Großstadt

Das Radelmädchen Juliane Schumacher hat ein Buch über das Radfahren in der Großstadt geschrieben: „How to survive als Radfahrer – Wie man auf dem Rad in der Stadt überlebt“ . Die ersten Exemplare sind auf dem Markt und ich freue mich, es bereits als Rezensionsexemplar erhalten zu haben.

Es liest sich locker und leicht, trotz der teils schwierigen Themen, die Jule behandelt. Neben dem Überleben im Großstadtverkehr geht’s um viele Themen rund ums Rad. Dabei gefällt mir der launische Stil, die subjektiven Situationsbeschreibungen, in denen ich mich oft wiederfinde. Vermutlich trägt auch dazu bei, dass wir einiges gemeinsam erlebt haben.

Worum geht’s im Einzelnen? In kurzen Kapiteln beschreibt Jule, wie man sich fürs richtige Rad entscheidet, das Radfahren in den Alltag integriert und so das Rad zum selbstverständlichen Verkehrsmittel der Wahl kürt.

„Wenn Sie dem Fahrrad, dass Sie gerade Probe gefahren sind, bereits im Laden einen Namen geben wollen, dann haben Sie Ihren neuen Wegbegleiter sehr wahrscheinlich gefunden.“

Weiter geht’s mit Tipps für sicheres Fahren in der Stadt, garniert mit weniger schönen Situationen, in die jeder Vielfahrer irgendwann gerät – oft der schlechten Verkehrsinfrastruktur geschuldet.

„Als Radfahrer fühle ich mich nach so vielen Erlebnissen mit Falschparkern, zu knapp überholenden Autofahrern, Fußgängern, die auf den Radweg rennen oder fragwürdigen Baustellenumfahrungen oft nicht sonderlich willkommen auf den Straßen der Stadt. Dennoch treibt es mich immer wieder hinaus, denn die Liebe zum Radfahren ist einfach stärker.“

Dem Gefühl des Radfahrens, das zu Leidenschaften wie dem Rennrad- oder Tourenfahren führt, ist ein weiteres Kapitel gewidmet.

„Auch wenn es nur eine kurze Strecker ist, die Sie bewältigen müssen, jeder Kilometer zählt. Die Bewegung ist in Ihren Alltag integriert – ich kann mir nichts Besseres vorstellen, um aktiv und fit zu bleiben.“

Klar, dass die Radfamilie auch erwähnt wird. Besonders gefällt mir das Kapitel „Was ziehe ich nur an?“. Eine Frage, vor der ich auch oft stehe: Lycra ist für mich Tabu, bisher habe ich auch auf längeren Touren auf Radhosen verzichtet – schmerzhaft und nicht empfehlenswert. In diesem Jahr werde ich erstmals so ein windelartiges Ungetüm testen. Was also tun, wenn Lycra und klassische Outdoorkleidung ausscheiden, da wir in der Stadt fahren, um von einem Ort zum nächsten zu kommen? Jule hat diese Frage direkt in eine Masterarbeit gegossen „Urbane Mode für Frauen mit und ohne Rad“. Herausgekommen ist wunderschöne Kleidung, die sie aus Funktionstextilien hergestellt hat und die NICHT nach Buschtour aussehen. Im letzten Kapitel geht’s dann darum, wie der Einzelne sich etwas von der Sucht, die das Radfahren geworden ist, befreien kann, gnädig zu sich ist und ggf. auch einmal die Bahn nimmt.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und werde es nun noch einmal Kapitel für Kapitel zur Hand nehmen und genießen. A propos, da die einzelnen Kapitel nicht aufeinander aufbauen, lässt es sich gut in der Reihenfolge der eigenen Präferenzen lesen.

Viel Spaß beim Lesen!

Anmerkung: Radfahren in einer Großstadt ist nicht immer vergnüglich, als Krieg – wie im Klappentext – würde ich es inzwischen nicht mehr bezeichnen. Lange hat es meine Haltung im Hanmburger Straßenverkehr geprägt, bis ich beschloss alles gelassener zu sehen. Auf mir bekannten Strecken kenne ich die Ampelphasen, fahre entsprechend angepasst, teils langsam. Nur andere Verkehrsteilnehmer, die durch ihr Verhalten meine Gesundheit gefährden bringen mich in Rage –  unaufmerksam rechtsabbiegende Kraftfahrer, mit festem Blick aufs Smartphone quer über den Radweg laufende Fußgänger, Radfahrer, die ohne Schulterblick und Handzeichen in meine Spur ziehen – und in der Folge zu lautstarkem Ausdruck meines Erschreckens.

The Wrider’s Club & ein Geburtstag

Eben entdeckte ich, was ich im letzten Herbst schon über die Wrider’s Club schrieb und versäumte zu veröffentlichen. Der Blogpost unterstreicht die Erfahrung des Bloggertreffens während der vergangenen Berliner Fahrradschau. Deswegen hier ein „later post“:

hamburgfiets ist vier!
hamburgfiets ist vier!

Von mir unbemerkt feierte hamburgfiets im letzten Oktober seinen vierten Geburtstag. Gedanklich war ich vermutlich schon in Wien und hoffte, dass ich mein neues Rennbrompton rechtzeitig in Bremen würde abholen können. Was hat nun ausgerechnet das Wochenende in Wien mit dem Wrider’s Club gemeinsam? Erstaunlich viel.

Kurz nachdem ich anfing übers Radfahren – zu Beginn meist über meinen Ärger über die Hamburger Radverkehrsinfrastruktur – zu schreiben, begegnete ich online Gleichgesinnten.

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Bloggertreff & Women in Cycling – Fahrradschau 2017 (II)

Nach dem ersten, ereignisreichen Abend der Berliner Fahrradschau (BFS) 2017, folgten zwei ähnlich intensive Tage.

Sonnabend

Gleich am Eingang der ersten Halle gab’s ein unverhofftes Wiedersehen mit drei Hamburger Bromptonauten, um wenige Schritte weiter ein buntes Brommie zu sichten und ihnen gleich Patrick von boxbike vorzustellen – fünffache Bromptonleidenschaft! Patricks Brommie leuchtet nicht nur in allen Farben, es reflektiert auch im Dunkeln. Ich war beeindruckt, was mit etwas Folie möglich ist – und überlege, was an Ayk gut aussehen würde.

 

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Schön war’s – Fahrradschau 2017 (I)

Zweieinhalb Tage Berliner Fahrradschau 2017 sind vorbei – gefühlt viel zu schnell, um alles zu sehen, mit allen zu sprechen, mit denen ich sprechen möchte, alles Neue zu entdecken. Klassentreffen oder Familienfeier trifft dieses spezielle Wochenende in der Station Berlin ganz gut. Oder wie Fares Gabriel Hadid (Geschäftsführer der Berliner Fahrradschau & Berlin Bicycle Week) im Interview auf die Frage, was die Events so besonders mache, sagte:

„Leiden & Leidenschaft von professionellen Rennrad-Sportlern“ – Skulptur von Sebastian Zimmermann

„Die Menschen, die zu uns kommen. Vom Investmentbanker bis zum Fahrradkurier treffen sich auf der Fahrradschau alle. Das schafft eine unglaublich entspannte Atmosphäre. Die Fahrradschau fühlt sich seit Jahren wie ein Familientreffen an. Und so soll es auch sein. Bei uns treffen sich wirklich alle, die für’s Radfahren brennen. Da ist der Mountainbiker genauso vertreten, wie die Fixie-Fraktion, der Lastenrad-Fahrer oder der ambitionierte Rennradler. Wir kommen alle auf einen gemeinsamen Nenner: dem Fahrspaß. Deswegen auch #cyclingunites.“

Quelle: berlinerfahrradschau.de

Freitag

Los ging’s für mich schon vor der eigentlichen Eröffnung mit einem ausführlichen Schnack mit Jule von Radelmädchen. In Wien hatten wir uns zuletzt gesehen, dazwischen lagen Reisen und viele spannende Ereignisse, das Rad war selbstverständlich der Mittelpunkt unserer Gespräche, ergänzt durch die Vorfreude auf das kommende Wochenende.

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