Schlagwort: Benutzungspflicht

Radfahrstreifen Bachstrasse

Neben dem Radfahrstreifen im nördlichen Teil der Bachstraße wird beidseitig geparkt, teils auf dem Streifen. Für Radfahrer bleibt da oft nur ein schmaler Tunnel, in den sich jederzeit eine sich öffnende Autotür schieben kann.

Lustiges Parken auf dem Radstreifen

Lustiges Parken auf dem Radstreifen

Aber wie und wo darf hier geparkt werden? In den Kommentaren zum Blogpost im Oktober wurde die StVO bereits wie folgt zitiert:

Eigentlich darf man neben einem Radfahrstreifen nicht parken.
Aus der VwV StVO*  Ein Radfahrstreifen ist ein mit Zeichen 237 gekennzeichneter und durch Zeichen 295 von der Fahrbahn abgetrennter Sonderweg.
Zu Zeichen 295 2. a: Wer ein Fahrzeug führt, darf links von der durchgehenden Fahrbahnbegrenzungslinie nicht halten, wenn rechts ein Seitenstreifen oder Sonderweg vorhanden ist.

Da aber der Radfahrstreifen auf der linken Seite für die PKW verläuft, würden diese ja rechts der Linie halten oder parken. Und zu Zeichen 295 steht ja nur, dass man nur links der Linie nicht halten darf.
Interessante Konstelation.

In der oben zitierten Verwaltungsvorschrift zur StVO wird der Radfahrstreifen rechtlich wie ein baulich getrennter Radweg gesehen, ein Sonderweg für Radfahrer, kein Teil der Fahrbahn.

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Beidseitig zugeparkt

Im nördlichen Teil der Bachstraße findet sich die erste Freigabe in Hamburg für Radverkehr gegen die Richtung der Einbahnstraße. Damals war dies ein Novum, der Radverkehr wurde und wird auf einem benutzungspflichtigen Radstreifen geführt. Leider ist dieser oft nicht vernünftig zu befahren: Rechts parken regulär Autos. Ob die links daneben Parkenden dies laut StVO dürfen, weiß ich nicht.  Die Kombination aus beiden lässt Radfahrer wie durch einen Tunnel fahren, in dem sich jederzeit von beiden Seiten eine Tür öffnen kann. Diese Woche ging’s schon zu Beginn mit einem Schlenker los, um nicht gegen den mitten in der Kreuzung parkenden BMW zu fahren.

Parkend mitten in der Kreuzung

Parkend mitten in der Kreuzung

Gefolgt von einem Mini, der die Radstreifenmarkierung wohl als Mittellinie für sein Parkmanöver genutzt hat. Weiterlesen

Ach Hamburg – so wird das nichts

Einige Wochen war auf dem benutzungspflichtigen „Radweg“ Tarpenbekstraße gen Ring 2 Slalom angesagt. Es wurde gebaut. Meine Vermutung und Hoffnung, dass parallel zu den Bauarbeiten Rad- und Gehweg in einen zumutbaren gar StVO-konformen Zustand gebracht würden, erfüllte sich nicht.

Ja, es gab für den benutzungspflichtigen „Radweg“ neue rote Pflastersteine. Ja, sie wurden passgenau in das alte Profil des etwa 70-100cm breiten Streifens eingefügt.

Ecke Schedestraße

Ecke Schedestraße

Aber warum?
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Kreativ oder einfach nicht durchdacht?

Hamburgs Radwege oder besser ihr Zustand / ihre Führung überraschen mich immer noch. Insbesondere, wenn ich neue Strecken fahre, bekannte längere Zeit nicht gefahren bin.

Nach vielen Artikeln, Kommentaren von Freunden und Mathildes Gastbeitrag bin ich letzte Woche seit langem mal wieder den Grindelberg gen  Dammtor gefahren. Eigentlich um mir die neu gestaltete Kreuzung Grindelberg /  Hallerstraße / Beim Schlump anzuschauen. Soweit kam ich gar nicht ohne das Handy erstmals zum Foto zu zücken.

ach Hamburg..

Es präsentierte sich mir ein für Hamburger Verhältnisse recht breiter Radweg, in dem üblichen Materialmix aus quadratischen Platten, „hubbeligem“ Teer, nur die Schotterabschnitte fehlten.

Ich gebe zu, der Blick nach vorne ließ mich laut auflachen. Wer kommt bloß auf die Idee den Radweg etwa einem Meter lang zu verengen, um eine Laterne auszusparen??

Ach Hamburg..

Hamburg – deine Radwege

Es gibt ein neues Radweg-Foto-Blog:

„Hamburg – deine Radwege“

dammtordamm1.jpg

Gesammelt werden Fotos von benutzungspflichtigen Hamburger Radwegen, deren befahren nicht risikofrei ist, die oft nicht den Mindestanforderungen der StVO an Radwege entsprechen. EIngestellt werden sie von Hamburger Radfahrern, denen diese Fotos von benutzungspflichtigen Radwege im alltäglichen Fahren auffallen.

Passenderweise startet morgen im NDR die Themenwoche „Hamburg fährt Rad“. Dabei macht der Autor die Probe aufs Exempel. Er wird vom

„NDR Gelände in Lokstedt über Eppendorf bis zum ADFC in der Caffamacherreihe in der Innenstadt“*

[Quelle: NDR]

radeln. Ein begleitender Polizist wird unterwegs erklären, wie man möglichst sicher durch die Stadt kommt. Ich bin gespannt!

*Entgegen der Aussage auf der NDR Seite sitzt der ADFC in der Koppel, nicht der Caffamacherreihe.