Verkehrssimulation „An der Alster“

Simulation Ferdinandstor mit SUMO (Simulation of Urban Mobility), Quelle: moin.bike

Die Verkehrsinfrastruktur rund um die Außenalster ist ein Dauerthema in Hamburg. Nun werteten Abiturienten der Eimsbütteler Gymnasien die Verkehrsabläufe am Beispiel der Straße „An der Alster“ aus. Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes untersuchten sie auf Basis einer Simulationssoftware wie Ampelzeiten, das Verkehrsaufkommen die Aufteilung des Straßenraumes verbessert werden könnten, mit dem Ziel, den Radverkehr in diesem Bereich zu verbessern. Ihre Methoden und Ergebnisse präsentieren sie

am Donnerstag, den 5. Oktober 2017 um 19h

in der ADFC Geschäftsstelle, Koppel 34 – 36, 20099 Hamburg.

Eintritt ist für ADFC-Mitglieder kostenlos, 2€ für Nicht-Mitglieder.

Hier die Einladung des ADFC Hamburg.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und Schlussfolgerungen!

 

Zeit für Coffeeneuring!

Coffeeneuring Patches 2015 & 2016

Die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher – ein untrügliches Zeichen, dass es bald wieder Zeit für Coffeeneuring ist!

Die Coffeeneuring Challenge kombiniert Radausfahrten mit Cafébesuchen. Erdacht hat sich die Challenge Mary aus Washington D.C., um einen Anreiz für kleine Entdeckungstouren im Herbst zu schaffen.

 

Sieben ist dabei Trumpf: Um die Challenge zu bestehen, muss man

  • an sieben Tagen, in der Zeit vom 13.10. bis 19.11.2017
  • zu sieben verschiedenen Orten fahren,
  • bei maximal zwei Fahrten pro Woche,
  • dabei in Summe mindestens zwei Meilen (= 3,22 km) zurücklegen,
  • sieben Tassen Kaffee (oder Vergleichbares) trinken und
  • sieben Fotos als Beweis fürs Coffeeneuring posten.

Passend dazu jährt sich die Challenge in diesem Jahr zum siebten Mal. Mary schreibt dazu:

My favorite birthday card ever was from my seventh birthday. The card read:

“Seven is a lucky number
That’s what people say
And so your seventh birthday
Ought to be your lucky day.”

Quelle: Chasing Mailboxes

Jeder, der gerne Rad fährt und Café, Tee, eine heiße Schokolade oder Ähnliches genießt, ist herzlich eingeladen teilzunehmen.

Ich kann es nur empfehlen: Die Coffeeneuring Challenge hat mich in den letzten beiden Jahren an so manch ungemütlichem Tag vom Sofa geholt. Der Aspekt, dass unterschiedliche Cafés angefahren werden müssen, führte dazu, dass ich neue Orte und Wege in Hamburg entdeckte. Da auch Outdoor-Cafés erlaubt sind, war das klare Highlight im letzten Jahr eine Ausfahrt frühmorgens an die Elbe, bei Minustemperaturen, um dort den Café im Sonnenaufgang zu genießen.

Um die Challenge zu bestehen, müssen die hier (engl.) aufgelisteten Regeln eingehalten werden. Zum Austausch gibt’s eine Coffeeneuring Gruppe auf Facebook, den Tag #Coffeeneuring  auf twitter und instagram sowie die Möglichkeit Fotos in der Coffeeneuring group auf flickr zu teilen.

Ich bin gespannt, welche Orte, Cafés und Wege ich in diesem Jahr entdecken werde.

Viel Spaß allen, die dabei sein werden!

 

Hier meine Ausfahrten aus 2015 & 2016:

2016:

 

2015:

 

 

 

 

Höhenrausch in Hamburg

„Höhenrausch – Étape de Montagne“ hieß es in der Ankündigung zum First Light Ride im Juni. Es hätte mich stutzig machen sollen. Insbesondere nachdem Initiator Rick mit Gleichgesinnten gerade die „BBB 1000 – Barmbek-Brügge-Barmbek“ gefahren war. Selber werde ich nicht müde jedem, der von südlich der Elbe die Hansestadt besucht, zu erklären, dass es hier im Gegensatz zu meiner Oldenburgischen Heimat recht hügelig ist. Nicht umsonst gibt es Straßennamen wie den „Hamburger Berg“ und Begriffe wie „Elbhang“. So freute ich mich auf einen entspannten Start in den Sonntag.

Treffpunkt war um 5h30 die Krugkoppelbrücke. Einige Unerschrockene hatten vorher schon den Flughafen umrundet, um tatsächlich das erste Licht des Tages zu begrüßen. Und dann waren da noch die von mir liebevoll Radverrückten genannten. Samstagabend wunderte ich mich, dass einer von ihnen postete, er würde nun aufbrechen – er fuhr direkt von Delmenhorst über Bremen nach Hamburg, um mit uns zu radeln. Der Nächste war schon am frühen Sonnabendabend aus Kiel aufgebrochen, pünktlich auf der Krugkoppelbrücke, nur die Orientierung „wo ist denn hier Westen?“ war abhanden gekommen. Man gut, dass Rick gleich mit einem Wink gen Harvestehuder Weg die Richtung wies „Da geht’s in die Berge.“ Wobei der Verrückteste von allen ganz klar Dawid war. Er hatte unabhängig von unserer Morgentour schon länger die Fahrt Berlin-Hamburg geplant. Passend zum Start an der Alster kam er direkt vom Brandenburger Tor angerollt. Respekt!

Los ging’s die ersten hundert Meter entspannt über die Fahrradstraße am westlichen Alsterufer. Doch gleich bei der ersten Gelegenheit wurde rechts abgebogen, hoch gen Mittelweg. Ich war froh, als wir oben waren, noch wirkte der erste Kaffee nicht und Anstiege sind eh nicht meins. Doch oben kamen mir die Ersten wieder entgegen: Um in den drei Stunden möglichst viele Höhenmeter zu sammeln, hatte Rick die Strecke so gestaltet, dass es auch mal auf dem gleichen Weg hin- und zurückgehen konnte! Kurz dachte ich an ein Verfahren, als wir direkt in die nächste Straße hoch gen Pöseldorf einbogen. Nein, es ging gleich wieder runter. Nun war klar, mein Brommie Fiete und ich würden gefordert werden. Langsam verstand ich auch die Frage einer mitfahrenden Bromptonautin, ob die Strecke faltradgeeignet sei..

Am Fischmarkt vorbei ging’s Richtung Altona. Gerade als der Anstieg erträglich wurde, folgte eine 180°-Kehre und es ging auf einem schmalen, holperigen Weg den Hang hinunter. Die schmalen Reifen blieben ganz und das Erstaunen über „Und wieder hoch und zurück!“ währte nur kurz. So ging es in Zirkeln immer weiter bis nach Wittenbergen. Lediglich ein Fotostopp am Altonaer Balkon sowie ein platter Reifen erlaubten kurze Pausen. Zugegeben, die Anstiege fielen mir immer schwerer. Da war ich froh, dass wir Bromptonauten zu dritt kämpften – und nur am Anstieg nach dem ElbeCamp ein kurzes Stück schoben. Dank an die Mitfahrer, die geduldig das ein oder andere Mal oben warteten!

Höhenrausch – die Strecke

Auf der Michelwiese gab’s zum Abschluss nicht nur den verdienten Café. Ganz dem französischen Motto entsprechend hatte jeder eine Spezialität des Landes mitgebracht, die nun für diverse Taten („längte Anreise“, ..) überreicht wurden. Merci für die Madeleines! Sie waren die perfekte Post-Höhenrausch-Nahrung.

Es war wieder eine schöne Tour und ein wunderbarer Start in den Sonntag. Merci Rick!

 

Nachtrag: Es wurden übrigens rund 550 Höhenmeter!

 

 

 

Online-Beteiligung in Hamburg Nord

Mit der Verbindung Bramfelder Chaussee bis zur Schwanenwik begutachtet der Bezirk Hamburg-Nord zurzeit eine seiner Hauptverkehrsstraßen.

Die Magistrale mit den Straßen Mundsburger Damm, Oberaltenallee, Hamburger Straße, Barmbeker Markt und Bramfelder Straße mit ca. 4 Kilometer Länge wird von der Alster bis zur Bezirksgrenze unter die Lupe genommen.

Dabei sollen Ideen für die zukünftige räumliche und städtebauliche Gestaltung entworfen, Nachverdichtungsmöglichkeiten geprüft und Entwicklungs- und Umbauziele für den Verkehrsraum formuliert werden.

Quelle: geoportal-hamburg.de

Screenshot Online-Beteiligung in Hamburg-Nord

Dabei folgt der Bezirk dem Ziel „Mehr Stadt in der Stadt“ der Hamburger Stadtentwicklung. Ein wesentlicher Punkt ist hierbei die Notwendigkeit CO2-Emissionen zu reduzieren. Aktuell ist die Magistrale – dem Leitbild der autogerechten Stadt folgend – verkehrsgerecht ausgebaut. Dies soll verändert und die Dominanz des Autoverkehrs verringert werden. Nachhaltige Mobilitätskonzepte sind gefragt. Gleichzeitig soll eine städtebauliche, freiraumplanerische Strategie entwickelt werden, die es ermöglicht, einige der Flächen entlang der Magistrale für den Wohnungsbau zu nutzen.

Bis zum 4. Juli 2017 sind Bürger nun aufgerufen,

Ihre Ideen, Kritikpunkte, Anliegen, Vorschläge und Hinweise unter „Beiträge“ einzubringen. Bitte unterstützen Sie uns bei dem Gutachten. Sie sind die Experten vor Ort und wissen, was wichtig ist!

Quelle: geoportal-hamburg.de

Begleitet wird der Aufruf von einer Umfrage u. a. zum eigenen Mobilitätsverhalten auf der Magistrale.

Eigene Beiträge können direkt in eine Karte eingetragen werden. Dabei wird unterschieden in die Themen Soziales, Städtebau und Stadtraum, Mobilität und Verkehr, Wohnen, Freizeit, Arbeitsstätten, Handel und Nahversorgung sowie Kultur. Es sind bereits einige Beiträge zu lesen.

Ich finde es sehr gut, dass der Bezirk Hamburg-Nord die Möglichkeit bietet, sich online einzubringen. Damit werden hoffentlich auch jene erreicht, die an den Beteiligungsverfahren in den Abendstunden nicht teilnehmen können.

Wer sich an der Gestaltung dieser Hauptverkehrsachse beteiligen möchte, kann dies online noch bis zum 4. Juli 2017 tun.

 

BrommieX – mit Brommies 100km elbaufwärts

BrommieX – das hieß im Mai drei Bromptonauten fahren auf ihren Faltern 100km elbaufwärts ins Wendland.

Bis zum Abend davor ging ich davon aus, dass wir morgens entspannt losfahren, mittags irgendwo einkehren und am frühen Abend im Wendland sein werden. Der letzte Zug würde um 19h32 fahren, was ich als zu früh erachtete, wenn wir am Ziel noch in Ruhe mit unseren Gastgebern schnacken wollten. Entsprechend suchte ich schon nach dem Schlafsack. Soweit mein Plan. Ich hatte nicht mit meinen beiden Mitfahrern Christian und Dawid gerechnet. Vom einen hörte ich „Länger als sechs Stunden will ich nicht auf dem Rad sitzen!“, der andere postete direkt, dass er den Zug um halb vier bekommen möchte. Also auf zu einer mir neuen Art der Radtour!

#BrommieX #HamburgBromptonPower #bikeHH

A post shared by Dawid Zysnarski (@dafitoo) on

Samstagmorgens um 8h30 trafen wir uns an den Deichtorhallen. Ein anderer Startpunkt scheint für Aktivitäten der Hamburger Bromptonfahrer kaum denkbar. Los ging’s mit Christians Worten „Bis zum Ziel werden wir keine einzige Ampel passieren.“ Unglaublich, aber es würde sich bewahrheiten. Am Großmarkt entlang ging’s über die Elbinsel Kaltehofe auf dem ehemaligen Bahndamm gen Geesthacht. Kurze Pausen gab’s zum Storch-, Reiher- und Rehegucken – es ist immer wieder beeindruckend, wie fix man aus der Stadt heraus und mitten in der Natur ist. An der Schleuse Geesthacht wurden die ersten 35km mit der ersten richtigen Pause belohnt. Richtige Pause hieß in dem Fall etwa zehn Minuten zum Snacken und Fotos posten. Im Laufe der Tour mussten wir uns noch auf eine korrekte Wortwahl einigen: „Fotopause“ = fix ein Foto schießen, „Postpause“ = Foto darf auch gepostet werden. 😉

Photobombing #BrommieX . . @1ookmumnohands #Brompton #HamburgBromptonPower @osserpsekib #BOBB

A post shared by MI RI (@hamburgfiets) on

Nach den schweren Regenfällen war das Sperrwerk geöffnet, die durchströmenden Wassermassen sahen beeindruckend aus. Südlich der Elbe fuhren wir hinter dem Deich weiter. Ab und an gab’s einen Blick drüber, der jedesmal wieder offenbarte wie viel Wasser die Elbe gerade führte. Selbst in den Elbtalauen, durch die wir später fuhren, stand teilweise das Wasser. Es fuhr sich sehr ruhig, fast eintönig hinterm Deich auf meist asphaltiertem Untergrund. Ein wenig erinnerte es mich ans Kachelzählen beim Schwimmtraining. Der Kilometerstand schien sich nur in Zeitlupe nach oben zu bewegen.

Ab Lauenburg verließen wir bald den Weg hinterm Deich, um durch das Biosphärenreservat Elbtalaue zu fahren. Letzteres ist übrigens UNESCO Weltkulturerbe. Die Weite dort ist wunderschön – und wunderbar flach. Dann ereilte mich das, was ich bei meinen bisherigen Touren mit Mittagspause noch nicht erlebt hatte: Nach vier Stunden im Sattel fiel meine Geschwindigkeit plötzlich unter 20km/h und meine Beine schienen in alle Richtungen zu wackeln statt einfach die Pedale senkrecht zu treten. Eine kurze Pause war nun doch fällig. Nach einigen Snacks ging’s wieder. Die Landschaft änderte sich erneut als wir uns den „Danneberger Alpen“ näherten. Nur kurz hielt ich den Ausdruck für einen Scherz. Dann fuhren wir über etwa einen Kilometer nur noch bergauf – bis auf den Kniepenberg mit seinen 100m Höhe.

Als hätten wir’s geplant, erreichten wir genau hier die 100km! Danke an Christian und Dawid, die die Bergankunft zum Fest gemacht haben!!

Nach diesem Anstieg erschien das Klettern auf den Aussichtsturm wie eine leichte Aufwärmübung. Belohnt wurden wir mit einem unglaublichen Blick aufs Elbtal.

Die letzten Kilometer versprachen noch einmal Spaß: 13% Steigung!! 69,9 km/h und 66 km/h erreichten meine beiden Mitfahrer. Ich machte den Fehler auf den Garmin zu schauen und bei 40 km/h zu bremsen. Der Blick auf den direkt folgenden Anstieg ließ mich die Bremsen wieder lösen, so dass ich mit Fiete immerhin auf 49 km/h kam!

Am Ziel erwartete uns bereits Pils, Kaffee und Kuchen – in dieser Reihenfolge. Genau das Richtige nach der Tour.

Ein großartiger Tag!!

 

Merci an Christian und Dawid, die stetig die Geschwindigkeit hochgehalten haben und Babsy, die uns im Ziel herzlich willkommen hieß!

1 2 3 31