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Auf Eichenholzrädern durch Hamburg

Im Frühjahr zeigte sich auf der Berliner Fahrradschau ein klarer Trend zu Fahrrädern aus Naturprodukten. Einige sahen interessant aus, wie beispielsweise ein Rad, das als eine Art Setzkasten geliefert wird. Mich überzeugen nach wie vor die Bambusräder, insbesondere, da sie aus einem nachwachsenden Material gebaut werden. Wenn dann auch noch die Verbindungsteile aus Naturstoffen sind – wie bei my Boo – bin ich vollends begeistert.

Jetzt gibt es ein weiteres Rad aus Holz, das mein Interesse geweckt hat: Das „Athina“ von Coco-Mat.

Eichenholzfahrrad „Athina“, pic by Coco-Mat

Ein begeisterter Klappradfahrer aus Bremen, sah es während seines Griechenlandurlaubs und fragte interessiert nach Details. Sein Gegenüber war passenderweise Paul Efmorfidis, der das Rad entwickelt hat. Klar, dass die beiden lange fachsimpelten und das Rad testeten. 

„Athina“ in Aktion, pic by Coco-Mat

Mein Interesse war geweckt, als ich hörte, dass zum Bau des Rahmens komplette Baumstämme angeliefert, zerlegt und zu Furnier verklebt werden. Aus einem Baumstamm (American Oak, ein leichtes Eichenholz für den Schiffsbau) entstehen bis zu 50 Räder. Darüber hinaus wird für jeden Stamm ein neuer Baum gepflanzt und bewässert. Die Räder werden fast vollständig im eigenen Unternehmen in Griechenland hergestellt. Letzteres setzt auf eine nahezu emissionsfreie Fabrikation und bindet konsequent behinderte Menschen ein.*

Wie kam es zum Eichenholzrad? Eigentlich ganz einfach. Paul Efmorfidis, der Besitzer von Coco-Mat*, begeistert sich neben nachhaltigem, ökologischen Unternehmertum auch fürs Radfahren. Da lag es nahe, ein Rad aus dem Material, das er am Besten kennt, zu entwickeln.

Im Herbst wird es eine Deutschlandtour geben, bei der in mehreren Städten die Gelegenheit angeboten wird, das Rad bei einer Radtour auszuprobieren. Beim Stopp in Hamburg am 26.9. möchte ich es auf jeden Fall testen und bin schon gespannt wir die Rahmen in „echt“ aussieht!

Weitere Details und Kontaktdaten:

*Coco-Mat stellt hauptsächlich hochwertige Möbel und besondere Betten her, mit starkem Gesundheitsbezug und konsequent ökologischer Ausrichtung für den weltweiten Verkauf.

Hamburg bewerten im Fahrradklima-Test

Seit gestern können wir Hamburger wieder das Fahrradklima unserer Stadt bewerten. Beim alle zwei Jahre vom ADFC durchgeführten Test bewerten die Teilnehmer die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt. Online wird bspw. nach dem Zustand der Radwege, Falschparken darauf und dem Sicherheitsgefühl beim Radfahren gefragt.

ADFC_Fahrradklimatest_2016

In der letzten Umfrage von 2014 rutschte Hamburg von einem schlechten 34. auf den 35. Platz der 39 deutschen Großstädte ab. Mehr zu diesem peinlichen Ergebnis gibt’s hier zu lesen. Inzwischen hat sich etwas in Hamburg getan, wesentlich mehr wäre wünschenswert. Angesichts steigender Radfahrerzahlen wünsche ich mir mutigere Konzepte zugunsten von Radfahrenden und Fußgängern umsetzen, die mit einer Förderung des ÖPNV einhergehen.

Der Fahrradklima-Test 2016 läuft noch bis zum 30. November 2016. Die Präsentation der Ergebnisse folgt im Frühjahr 2017.

Ich bin gespannt, wie wir Hamburger diesmal unsere Stadt bewerten.

 

 

Entspanntes Fahren am Westufer der Alster?

HarvestehuderWeg_FahrradstrasseViele Diskussionen gab’s schon um die Fahrradstraße Harvestehuder Weg. Inzwischen sieht sie immerhin nach einer Fahrradstraße aus, mit großen Radsymbolen in beide Fahrtrichtungen, ohne Parkplätze direkt auf der Fahrbahn. Aber wie fährt es sich darauf?

Vor einigen Monaten war ich überrascht, wie gut die Straße angenommen wurde, als ich ausnahmsweise am Westufer der Alster entlang fuhr. Der Feierabendverkehr war gegen 18:30 relativ entspannt, Radfahrer waren in der Mehrzahl. Zu meinem Erstaunen hupte oder drängte kein Autofahrer (wie ich es noch aus dem Winter erinnerte), vielmehr fuhren sie Nahe der 30 km/h, die in Fahrradstraßen gelten. Auch an diesem Wochenende fuhr es sich ruhig. Die einzige Situation, die fast zu einem Zusammenstoß führte, wurde von einer querenden Radfahrerin ausgelöst, die mir den Weg abschnitt, es nicht einmal bemerkte und mich zum Bremsen zwang.

Von der Krugkoppelbrücke kommend, endet die Fahrradstraße am Anleger Rabenstraße. Mit dem Alsterufer, schließt sich eine eingeschränkte Weiterlesen

Just WOW! Brompton World Championship Finals in London

BWC_London_2016e week after and I’m still excited when thinking about last Saturday’s Brompton World Championship Finals in London.

Fiete – my brommie – arrived without a scratch in London, my outfit was prepared, Hamburg flags in my handbag. Thankfully one of my best friends flew with me and did a great job in calming me the days before, being a spot of calmness on the day of the event. Arriving at St James’s Park with view on Buckingham Palace, a queue of bromptoneers was waiting to registrate and enter the hospitality area. Sure that the first chats started, including questions about the other one’s brommie and experience at BWC London. Then we were in. Numbers had to be attached to Fiete and my jacket as well as the time keeper. Fiete got a good 8 bar air pressure into his kojaks – last race preparations were done.

Seeing so many nice Bromptons, happy riders and colourful outfits in one place was just overwhelming. It felt like a family reunion. Weiterlesen

Schrottplatz Straße

Regelmäßig sieht man in Hamburg Räder, an denen neonorange Zettel kleben. Schon der erste Blick offenbart, dass diese Räder lange nicht bewegt wurden, oft fehlen Einzelteile. Polizei oder Bezirksamt bitten mit den neonfarbenen Zetteln die Besitzer das jeweilige Rad wegzuräumen und weisen darauf hin, dass es nach einer angemessenen Zeit verschrottet werden wird. Angesichts der teils wenigen Radabstellmöglichkeiten in Hamburg freue ich mich, dass diese blockierenden Fahrradleichen entfernt werden.

Selten sah ich bisher ähnliches bei Motorfahrzeugen, gestern gleich zweimal. Im Winterhuder Weg stand ein roter Kleinwagen ohne Nummernschilder auf dem Parkstreifen, an dessen Windschutzscheibe ein gelber Zettel leuchtete.

Abgestellter roter Kleinwagen ohne Nummernschilder

Abgestellter roter Kleinwagen ohne Nummernschilder

Markiert zum Abschleppen

Markiert zum Abschleppen

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gegensatz zu den Radzetteln wird hier keine Verschrottung angekündigt, vielmehr wird direkt die maximale Geldbuße von 50.000 € genannt.

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