Schlagwort: Radweg

Entspanntes Fahren am Westufer der Alster?

HarvestehuderWeg_FahrradstrasseViele Diskussionen gab’s schon um die Fahrradstraße Harvestehuder Weg. Inzwischen sieht sie immerhin nach einer Fahrradstraße aus, mit großen Radsymbolen in beide Fahrtrichtungen, ohne Parkplätze direkt auf der Fahrbahn. Aber wie fährt es sich darauf?

Vor einigen Monaten war ich überrascht, wie gut die Straße angenommen wurde, als ich ausnahmsweise am Westufer der Alster entlang fuhr. Der Feierabendverkehr war gegen 18:30 relativ entspannt, Radfahrer waren in der Mehrzahl. Zu meinem Erstaunen hupte oder drängte kein Autofahrer (wie ich es noch aus dem Winter erinnerte), vielmehr fuhren sie Nahe der 30 km/h, die in Fahrradstraßen gelten. Auch an diesem Wochenende fuhr es sich ruhig. Die einzige Situation, die fast zu einem Zusammenstoß führte, wurde von einer querenden Radfahrerin ausgelöst, die mir den Weg abschnitt, es nicht einmal bemerkte und mich zum Bremsen zwang.

Von der Krugkoppelbrücke kommend, endet die Fahrradstraße am Anleger Rabenstraße. Mit dem Alsterufer, schließt sich eine eingeschränkte Weiterlesen

Baustellenführung in Serie – erst gut, dann wird’s gefährlich

Einer der breiteren Radwege Hamburg ist an der Herder Straße. Meist lässt er sich gut befahren, nur selten ist er zugeparkt. Sonnabend erstaunte mich allerdings die Führung des Radverkehrs an einer doppelten Baustelle. Von Weitem war das Gerüst an einem Haus sichtbar.

Rad- und Gehweg getrennt

Rad- und Gehweg getrennt

Rad- und Gehweg wurden getrennt voneinander unter dem Gerüst weitergeführt, beide etwa in Originalbreite. Der Eingang zur Radwegführung war sogar mit Reflektoren versehen. So eine gute Baustellenführung sah ich erstmals.

Beim Näherkommen irritierte allerdings, dass nach dem Gerüst allerlei Kram auf dem Radweg zu stehen schien.
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Irreführendes Schild am Mühlenkamp

Kürzlich fuhr ich vom Goldbekmarkt kommend den Mühlenkamp entlang. Viele Diskussionen um Falschparker auf dem Radstreifen gab’s in den letzten Monaten. Um so mehr freute ich mich, bis zur Gertigstraße keinen einzigen zu sehen, damit sicher mit dem Rad fahren zu können.

Einen gab’s dann doch.

Falschparker auf dem Mühlenkamp

Falschparker auf dem Mühlenkamp

Ich hielt, um ihn anzusprechen, falls er haltend noch im Auto sitzen würde. Niemand war zu sehen. Während ich noch schaute, fiel mir das folgende Schild auf.

Schild vor Laden im Mühlenkamp fordert zum Falschparken auf

Irreführendes Schild im Mühlenkamp begünstigt Falschparken

Das Schild scheint mir irreführend. Dem Kunden wird suggeriert, er dürfe im Rahmen des Be- und Entladens hier halten.  Ja, auf einem Schutzstreifen darf gehalten werden.  Halten heißt im Sinne der StVO §12 „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“.  In der Praxis heißt das, der Fahrer bleibt sitzen, hält maximal drei Minuten, während der Beifahrer be- und entlädt.

Ob das jedem Kunden bekannt ist?

Mir gefällt am Schild der Aufruf zur gegenseitigen Rücksicht. Selber erlebe ich oft Erstaunen gefolgt von einem Lächeln, wenn ich mit dem Rad halte, um Autofahrer komplett aus Parklücken fahren zu lassen, statt mit aller Macht und schimpfend noch vorbei zu fahren.

Schürbeker Straße mit neuem Radweg

Dieses Frühjahr war’s so weit. Der Radweg an der Schürbeker Straße wurde erneuert. Selber fahre ich ihn fast ausschließlich von der Mundsburg kommend in Richtung Eilenau. Auf dieser Strecke hat er nun durchgehend die gleiche Breite (ca. 1,6m). Statt des vorherigen Belagmixes sind im Wesentlichen rote Platten verlegt.  Die Fläche zwischen Straße und Radweg wurde optisch reduziert und ich meine, dass dort viel seltener in den Radweg hinein geparkt wird.

Hier ein Vergleich in Bildern.

Schürbeker Straße / Ulmenau vor de

Schürbeker Straße / Ulmenau vor der Erneuerung

Breiter, gut zu erkennender Radweg an der Ecke Schürbeker Straße / Ulmenau

Breiter, gut zu erkennender Radweg an der Ecke Schürbeker Straße / Ulmenau

Unter der U-Bahn-Brücke werden die Verbesserungen besonders deutlich. Weiterlesen

Höchstgeschwindigkeit?

In Debatten um das Für und Wider von Radwegen kommt es immer zu dem Punkt, an dem diskutiert wird, wie schnell auf so einem Radweg überhaupt gefahren werden darf. Da erscheinen 15 km/h manchem schon rasant – diese Geschwindigkeit fährt man etwa beim entspannten Cruisen mit einer schweren Gazelle. Andere nehmen Radfahrer unter 25 km/h kaum wahr. Wieder andere plädieren für ausreichende Breite des Radweges, damit gemütlicher Fahrende von zügigeren Radfahrern locker überholt werden können.

Auf Sardinien wird dem Radfahrer die Frage nach der richtigen Geschwindigkeit abgenommen.

Radweg mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf Sardinien

Radweg mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf Sardinien

..wie man allerdings ohne umzukippen 10 km/h fahren soll, ist mir ein Rätsel..

Die Fotografin berichtete, dass beim Café in etwa so kommentiert wurde: „definitiv schneller!“, „der wackelt schon, gleich kippt er um, könnte an den 10 km/h dran sein.“, „schneller.“, „schneller“, …

Danke fürs Foto!