The Wrider’s Club & ein Geburtstag

Eben entdeckte ich, was ich im letzten Herbst schon über die Wrider’s Club schrieb und versäumte zu veröffentlichen. Der Blogpost unterstreicht die Erfahrung des Bloggertreffens während der vergangenen Berliner Fahrradschau. Deswegen hier ein „later post“:

hamburgfiets ist vier!
hamburgfiets ist vier!

Von mir unbemerkt feierte hamburgfiets im letzten Oktober seinen vierten Geburtstag. Gedanklich war ich vermutlich schon in Wien und hoffte, dass ich mein neues Rennbrompton rechtzeitig in Bremen würde abholen können. Was hat nun ausgerechnet das Wochenende in Wien mit dem Wrider’s Club gemeinsam? Erstaunlich viel.

Kurz nachdem ich anfing übers Radfahren – zu Beginn meist über meinen Ärger über die Hamburger Radverkehrsinfrastruktur – zu schreiben, begegnete ich online Gleichgesinnten.

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Noch drei Tage bis zur Berliner Fahrradschau 2017

Freitag ist es wieder so weit: Die Berliner Fahrradschau (BFS) öffnet ihre Tore mit einem vielseitigen Programm.

Mich interessieren in diesem Jahr besonders die Talks & Workshops zum Thema Frauen & Radsport. Sie werden von den Ladies von „Ride with Wolves„, „WaG – London Bike Kitchen„, „She36“ und „All that I want“ organisiert und damit eine internationale Perspektive haben.

Kunstrad fahren kenne ich bisher nur aus YouTube Videos. Umso gespannter bin ich, es in diesem Jahr einmal live zu sehen. David Schnabel (mehrfacher Weltmeister) und Lea Schaeppe werden am Sonnabend und Sonntag ihr Können zeigen.

Beim Durchschauen der Aussteller fiel mir auf, dass ich die vielen, spannenden Begegnungen in der Londoner Radszene letzten Sommer noch gar nicht gebloggt habe. Damals hatte ich die Chance die Vorstellung der neuen Kollektion von Vel-Oh bei Look Mum No Hands mitzuerleben. Die Taschen sind nicht nur wunderschön, sie sind auch Wasser abweisend und extrem leicht. Zulfi und Greta, die beide leidenschaftliche Radfahrer sind, stellen die Taschen seit 2015 her. In London konnte ich mich mit dem Gedanken daran, dass ich nur mit Brommie und Handgepäck geflogen bin, beim Taschenkauf zurückhalten. In Berlin wird’s bestimmt anders. 🙂

top reflektierend

Auch bei Alberto werde ich vorbeischauen. Die Radhosen gefallen mir gut. Im letzten Jahr diskutierte ich in Berlin mit einer netten Lady der Firma über die Hosen. Damals schreckte mich noch die teils pinkfarbene Innenseite. Bei der Wiener Fahrradschau probierte ich einige der (sehr bequemen) Hosen, konnte mich aber mit keinem Schnitt so richtig anfreunden. Mal schauen, was es in Berlin Neues geben wird.

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​Anderes Land, andere Infrastruktur, Sitten & Fahrzeugliebe

Über einen Monat habe ich gerade auf Bali verbracht. Eine (zu lange) Zeit ohne Rad zu fahren. Bei der hiesigen Infrastruktur, den Vehikeln und gefühlt nicht vorhandenen Verkehrsregeln fehlt es mir nur bedingt. Dazu ist Bali für mich vergleichbar mit den Alpen – viel zu bergig!

Straßen und Gehwege sind in vielen Aspekten eine Herausforderung. Es beginnt mit dem Belag. In größeren Ortschaften sind die Straßen durchaus geteert, aber meist übersäht mit Schlaglöchern und Rissen. Manchmal bin ich sogar Rad- oder Rollerspuren begegnet. Da sie meist zugeparkt waren, habe ich sie oft nicht auf den ersten Blick erkannt. Passenderweise gab’s Anfang Februar einen Artikel in der „The Jakarta Post“, der den Protest von Radfahrern gegen die Nutzung der Radstreifen von motorisierten Zweiradfahrern auf Jakarta thematisierte.

„The Jakarta Post“ berichtet über Radprotest

Im Dunkeln zu gehen oder Roller zu fahren birgt manche Überraschung. Glücklich ist, wer eine Taschenlampe dabei hat oder dessen Vorderlichter am Roller funktionieren. Insbesondere die Gehwege sind nicht ohne.

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Coffeeneuring VI – draußen

Kaffee brüht
Kaffee brüht

Meine sechste Coffeeneuring-Fahrt in diesem Jahr war eine ganz besondere. Morgens um 6h30 trafen wir uns im Dunkeln bei -4°C an der Uni, um – angeführt vom „Green Rider“ – kreuz und quer durch Hamburg zu fahren. Das Ziel war uns unbekannt, es gab nur den Hinweis Holz, Kocher, Kaffee und Kekse mitzubringen. Nicht nur unsere Räder waren divers – vom Crosser übers Trike, Stadt- und Lastenrad bis zum Brompton – auch die Ladung: Feuerholz, ein Campingstuhl, Campingkocher und ein Minimalist trug seine mit Bonschen gefüllte Kaffeetasse locker am Gurt. Nachdem auch die selbst gebackenen Muffins samt Fahrerin angekommen waren, ging’s los. Es herrscht schon eine besondere Stimmung, wenn man Sonntagsmorgens über den schlafenden Dom fährt. In dem sich anschließenden Wechsel von rechts und links Abbiegen sowie einigen U-Turns ging es nach Westen. Zeitweise ahnte ich nur, in welchem Stadtteil wir uns wohl befanden. Irgendwann erreichten wir die Elbe, hinter uns ließen sich die ersten Sonnenstrahlen sehen. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang fanden wir einen schönen Platz für den ersten Kaffee. Flugs war ein Feuer entfacht, der ein oder andere Campingkocher angeworfen und der erste Kaffee brühte. Leckere, selbst gebackene Kuchen, Muffins und Deftigeres machten die Runde. Was für ein schöner Start in diesen kühlen Herbsttag!

Erst als das Feuer runtergebrannt war, unterbrachen wir unsere Gespräche und löschten es endgültig. Equipment und nicht Verzehrtes wurde wieder auf die Räder gepackt. Nichts erinnerte am Strand mehr an unseren Besuch. Entspannt rollten wir zurück Richtung Landungsbrücken. Einer nach dem anderen bog nach Hause ab. Die Letzten verabschiedete ich am Hauptbahnhof und es fühlte sich seltsam an, nun alleine die Lange Reihe hochzufahren. Meine Zehen und Hände frohlockten allerdings bei der Aussicht auf ein warmes Bad. Es war klasse. Danke an den „Green Rider“ und alle Mitfahrenden für den schönen Sonntagmorgen!

 

English Summary:

  1. Riverside, Elbe, Hamburg
  2. Nov 13th, 2016
  3. Muffins, cake, biscuits, coffee
  4. Outdoor coffee ride, starting in the dark early morning (6h30, – 4°C) to enjoy the sunrise. One rider from Hamburg organized this surprise trip. We only knew we should bring wood, coffee, and cake. It was an amazing ride, partly in silence through the sleeping city on a Sunday morning.
  5. 44.3 km (27.5 miles)

 

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