Coffeeneuring III – Sweet secret of raw

Die dritte Coffeeneuringfahrt verbanden wir mit einer Sightseeingtour durch Ostrava, Tschechien. Die dortigen Velorouten verdienen ihren Namen. Meist führen sie abseits großer Straßen über eigene, recht breite Radspuren oder sind gut separiert vom Autoverkehr. Solche Routen hätte ich auch in Hamburg gerne! Durch Wohngebiete und Felder ging’s zunächst nach Süden an die Ostravice, einen Fluss, der in Ostrava in die Oder fließt und früher Grenzfluss zu Polen war. Am Fluss entlang führte ein gut ausgebauter Radweg bis ins Stadtzentrum.

Zum Café kehrten wir bei „Sweet secret of raw“ ein – die Bromptons selbstverständlich mit dabei. Das Café ist noch recht neu und schön hell eingerichtet. Der sogenannte „raw cake“ (= Rohkostkuchen, sprich nicht gebackener Kuchen) war köstlich. Die Kombination aus Kokos und grüner Gerste aß ich zum ersten Mal und war versucht, gleich noch weitere Stücke mit nach Hause zu nehmen.

Jedem, der Ostrava besucht, kann ich dieses süße Café und insbesondere die köstlichen Kuchen empfehlen!

 

 

English Summary:

  1. Sweet secret of raw, Ostrava, Czech Republic
  2. Oct 28th, 2017
  3. Cappucino & raw cakes
  4. Ostrava provides a really good network of cycle routes. After cycling a bit out of the city, coming back along the river Ostravice and some sight seeing we stopped at the raw food café.
  5. 36.3 km (22.6 miles)

Coffeeneuring II – coffee & cakes

Ins Hamburger Portugiesenviertel führte mich meine zweite Coffeeneuringfahrt in diesem Jahr. Vom Michel kommend befindet sich „coffee & cakes“ direkt nach der finnischen Seemannskirche auf der rechten Seite der Dietmar-Koel-Straße. Drinnen begrüßten mich zwei nette Portugiesinnen, die auch gleich die Kuchenauswahl übernahmen und den Teller füllten „Das hier müssen Sie auch noch probieren, es schmeckt soo lecker!“ Recht hatten sie. Da bleibt mir nichts weiter zu sagen außer, dass ich hier bestimmt wieder einkehren werde und es jedem empfehlen kann!

 

English Summary:

  1. coffee & cakes, Hamburg
  2. Oct 24th, 2017
  3. Galao & selection of yummie little Portuguese cakes
  4. There are no special bike lanes to get to the so-called „Portugiesenviertel“ (= Portuguese neighboorhood). I took the scenic view coming from the St Michaelis church down the hill.
  5. 12.4 km (7.7 miles)

Coffeeneuring I – Zollenspieker Fährhaus

Die erste Coffeeneuringfahrt 2017 führte uns zum Zollenspieker Fährhaus im Südosten Hamburgs. Mit den Brommies fuhren wir mitten in Hamburg los gen Vierlande. Auf den Entenwerder Ponton schien die Sonne so verführerisch, dass wir hier schon die erste Pause einlegten und die Gesichter in die Sonne hielten. Weiter ging’s über Kaltehofe auf den Marschbahndamm, der nur für Radfahrer & Fußgänger freigegeben ist und gut ausgebaut zum Zollenspieker führt.

 

Sonntag, Herbstferien und Sonne lockten nicht nur uns dorthin. Ich war so überwältigt von den Massen, dass ich noch nicht einmal ein Foto von dem Gewusel machen konnte. Motorräder strahlten frisch geputzt, die Lautstärke war ohrenbetäubend, Rennradfahrer blieben eher oben auf dem Deich, Oldtimer wurden stolz vorgefahren. Mit gefalteten Brommies gingen wir fix ins Zollenspieker Fährhaus. Netterweise bemerkte ein älteres Ehepaar unsere Suche nach einem freien Tisch und lud uns direkt zu sich ein. Capuccino & Apfelkuchen waren schnell bestellt, nur dauerte es bis wir erst den Café und eine gefühlte halbe Stunde später den Apfelkuchen bekamen. Schade, zusammen hätte es besser geschmeckt. Später erfuhren wir, dass mehr als die Hälfte des Personals an dem Wochenende ausgefallen war, kein Wunder, dass es etwas holprig zuging.

Zurück ging’s mit der Fähre über die Elbe nach Hoopte, um auf der anderen Elbseite wieder nach Hamburg zu gelangen. Leider führte die Strecke bis zu den Elbbrücken vor Wilhelmsburg an einer Bundesstraße entlang. Da würde ich beim nächsten Mal lieber wieder durch die Vier- und Marschlande zurückfahren. Immerhin haben wir auf der Wilhelmsburger Elbinsel so noch eine schöne Strecke durch ein dorfartiges Wohngebiet entdeckt.

Fazit: Die Strecke von Ententwerder über Kaltehofe und den Marschbahndamm fährt sich auch bei gutem Wetter entspannt. Auch wenn’s zurück an der Bundestraße entlang ging, war’s ein schöner Ausflug.

 

English Summary:

  1. Zollenspieker Fährhaus, Hamburg
  2. Oct 15th, 2017
  3. Cappucino & apple pie
  4. We followed the former railway „Marschbahndamm“ which is now open only to cyclists and pedestrians to get to Zollenspieker Fährhaus. A really relaxing mostly paved path. After the coffees stop, the ferry brought us to the other side of the river Elbe. Unfortunately, cyclists can’t avoid the national highway. I would recommend to cycle back North of the river Elbe and skip the ferry.
  5. 56 km (34.8 miles)

 

Zeit für Coffeeneuring!

Coffeeneuring Patches 2015 & 2016

Die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher – ein untrügliches Zeichen, dass es bald wieder Zeit für Coffeeneuring ist!

Die Coffeeneuring Challenge kombiniert Radausfahrten mit Cafébesuchen. Erdacht hat sich die Challenge Mary aus Washington D.C., um einen Anreiz für kleine Entdeckungstouren im Herbst zu schaffen.

 

Sieben ist dabei Trumpf: Um die Challenge zu bestehen, muss man

  • an sieben Tagen, in der Zeit vom 13.10. bis 19.11.2017
  • zu sieben verschiedenen Orten fahren,
  • bei maximal zwei Fahrten pro Woche,
  • dabei in Summe mindestens zwei Meilen (= 3,22 km) zurücklegen,
  • sieben Tassen Kaffee (oder Vergleichbares) trinken und
  • sieben Fotos als Beweis fürs Coffeeneuring posten.

Passend dazu jährt sich die Challenge in diesem Jahr zum siebten Mal. Mary schreibt dazu:

My favorite birthday card ever was from my seventh birthday. The card read:

“Seven is a lucky number
That’s what people say
And so your seventh birthday
Ought to be your lucky day.”

Quelle: Chasing Mailboxes

Jeder, der gerne Rad fährt und Café, Tee, eine heiße Schokolade oder Ähnliches genießt, ist herzlich eingeladen teilzunehmen.

Ich kann es nur empfehlen: Die Coffeeneuring Challenge hat mich in den letzten beiden Jahren an so manch ungemütlichem Tag vom Sofa geholt. Der Aspekt, dass unterschiedliche Cafés angefahren werden müssen, führte dazu, dass ich neue Orte und Wege in Hamburg entdeckte. Da auch Outdoor-Cafés erlaubt sind, war das klare Highlight im letzten Jahr eine Ausfahrt frühmorgens an die Elbe, bei Minustemperaturen, um dort den Café im Sonnenaufgang zu genießen.

Um die Challenge zu bestehen, müssen die hier (engl.) aufgelisteten Regeln eingehalten werden. Zum Austausch gibt’s eine Coffeeneuring Gruppe auf Facebook, den Tag #Coffeeneuring  auf twitter und instagram sowie die Möglichkeit Fotos in der Coffeeneuring group auf flickr zu teilen.

Ich bin gespannt, welche Orte, Cafés und Wege ich in diesem Jahr entdecken werde.

Viel Spaß allen, die dabei sein werden!

 

Hier meine Ausfahrten aus 2015 & 2016:

2016:

 

2015: