Blitzer für Radfahrer?

Aus Graz erreichte mich das folgende Bild. Eine befreundete Bromptonautin war beim Anblick der Geschwindigkeitskontrolle für Radfahrer so perplex, dass sie mir direkt ein Foto schickte.

Geschwindigkeitskontrolle in Graz

In einer Fußgängerzone Schrittgeschwindigkeit zu fahren, ist selbstverständlich. Dass dies sogar per „Blitzer“ kontrolliert wird, sah ich zum ersten Mal. Bei einem Radverkehrsanteil von 16,1 % im Modalsplit 2008 (Quelle: Stadt Graz) startete die Stadt die Initiative „Radeln mit Hirn und Herz“ in 2014. Als Hauptunfallursache bei Radfahrern werden

„Vorrangverletzungen auch gegenüber Fußgängern, Rotlichtmissachtungen und Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung [..], nicht angepasste Geschwindigkeit, mangelhafter Sicherheitsabstand und die Missachtung von Geboten und Verboten.“

genannt. Die ins Leben gerufene Verkehrssicherheitsinitiative 2014 soll an

„die Eigenverantwortung der Grazer und Grazerinnen appellieren – nicht nur Regeln und Pflichten, sondern Informationen und Service bieten – damit wir alle gemeinsam das Grazer Fahrradklima positiv beeinflussen“.

Als eine der Maßnahmen werden mobile Tempoanzeigen für Radfahrer u. a. in Fußgängerzonen eingesetzt, um Bewusstsein für angepasstes Tempo zu schaffen.

Auch wenn mir dieser Blitzer beim ersten Anblick kurios erschien, denke ich, dass er nicht nur dazu beitragen kann, Radfahrenden die eigene Geschwindigkeit zu verdeutlichen. Vielmehr werden Radfahrende als Verkehrsteilnehmer mehr ins Bewusstsein gerückt.

Alster Fahrradachsen – 2. März 2017 Infoveranstaltung zu Bellevue & Schöne Aussicht

Die Umsetzung der Alster Fahrradachsen geht mit dem Abschnitt Bellevue / Schöne Aussicht in die nächste Runde. Am 2. März 2017 bei einer Informationsveranstaltung stellt der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) den aktuellen Planungsstand vor:

Am 2. März 2017 stellt der LSBG den aktuellen Planungsstand mit verschiedenen Varianten im Rahmen einer Informationsveranstaltung vor. Die Varianten können ab 17.00 Uhr im Literaturhauscafé (Schwanenwik 38) angeschaut werden, die Vorstellung und Erläuterung der Planung beginnt um 18.00 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich zur Vortragsveranstaltung zu den aktuellen Planungen und eingeladen, bei der unter anderem auch die Radverkehrskoordinatorin, Frau Kirsten Pfaue, eine Grußwort sprechen wird. Im Anschluss haben alle Teilnehmer und Besucher die Möglichkeit, mit den anwesenden Planern ins Gespräch zu kommen sowie Anregungen zu geben und Fragen zu stellen.

Planungsstand Alster Fahrradachsen (Quelle: hamburg.de)

Bereits vor dem Planungsbeginn war an mehreren Tagen ein Infomobil vor Ort, an dem alle Interessierten an insgesamt fünf Standorten ihre Meinungen, Anregungen, Erfahrungen und Ideen einbringen konnten.

Quelle: hamburg.de

 

 

Hier auch der Link zum Einladungsflyer des LSBG.

Bitte kommt zahlreich, um die Belange der RadfahrerInnen zu vertreten!

​Anderes Land, andere Infrastruktur, Sitten & Fahrzeugliebe

Über einen Monat habe ich gerade auf Bali verbracht. Eine (zu lange) Zeit ohne Rad zu fahren. Bei der hiesigen Infrastruktur, den Vehikeln und gefühlt nicht vorhandenen Verkehrsregeln fehlt es mir nur bedingt. Dazu ist Bali für mich vergleichbar mit den Alpen – viel zu bergig!

Straßen und Gehwege sind in vielen Aspekten eine Herausforderung. Es beginnt mit dem Belag. In größeren Ortschaften sind die Straßen durchaus geteert, aber meist übersäht mit Schlaglöchern und Rissen. Manchmal bin ich sogar Rad- oder Rollerspuren begegnet. Da sie meist zugeparkt waren, habe ich sie oft nicht auf den ersten Blick erkannt. Passenderweise gab’s Anfang Februar einen Artikel in der „The Jakarta Post“, der den Protest von Radfahrern gegen die Nutzung der Radstreifen von motorisierten Zweiradfahrern auf Jakarta thematisierte.

„The Jakarta Post“ berichtet über Radprotest

Im Dunkeln zu gehen oder Roller zu fahren birgt manche Überraschung. Glücklich ist, wer eine Taschenlampe dabei hat oder dessen Vorderlichter am Roller funktionieren. Insbesondere die Gehwege sind nicht ohne.

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Podiumsdiskussion zu Hamburger Velorouten

Diskussion Velorouten am 10.11.2016
Diskussion Velorouten am 10.11.2016

Die Hamburger Velorouten*, ihre notwendige Verbesserung und ihr auch Ausbau waren in den letzten Monaten immer wieder Thema in den Hamburger Medien. Diese Woche lädt der ADFC Hamburg zu einer Podiumsdiskussion zur Qualität der Velorouten ein. Dabei soll es u. a. um die folgenden Fragen gehen:

  • Welche Qualität müssen diese Wege besitzen, um diesem Anspruch gerecht zu werden?
  • Welche Standards müssen in der Planung, beim Bau und bei der Instandhaltung der Velorouten eingehalten werden?
  • Wie ist der aktuelle Stand der Dinge beim Ausbau des Netzes in Hamburg?

Quelle: ADFC Hamburg

Mit einem Fachvortrag des Kölner Stadtplaners Jörg Thiemann-Linden beginnt die Veranstaltung. Anschließend wird ein heterogen besetztes Podium diskutieren:

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