Kategorie: RadWeg

Radwege oder was so dafür gehalten wird

Die kürzeste Fahrradstraße Hamburgs?

Vor einiger Zeit hörte ich von der vermeintlich kürzesten Fahrradstraße Hamburgs, die sich am Ende des Radweges am Großmarkt entlang befinden sollte. Da geht’s zwar durch aufgestellte Pfeiler – was präzises Fahren insbesondere aus Richtung Entenwerder notwendig macht – aber dass dieses lütte Stück eine Fahrradstraße sein sollte, war mir neu. Auf der gestrigen Fahrt nach Kaltehofe schaute ich’s mir an. Tatsächlich, direkt nach den Pfeilern beginnt eine Fahrrastraße..

Beginn & Ende der Fahrradstraße auf einem BIld

Beginn & Ende der Fahrradstraße auf einem BIld

..und endet rund 70m weiter an der B75. Weiterlesen

Paris auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt

Zwei Jahre lebte ich in Paris – 2009 & 2010. Beim Umzug wurde ich seltsam angeschaut, als ich darauf bestand, dass meine Wohnung eine sichere Abstellmöglichkeit für mein Rad bieten sollte. Die wildesten Aussagen hörte ich von der Immobiliendame: „Ein Rad?? Aber warum?“, „..diese Wohnung ist super, hat ein Zimmer mehr als gewünscht, da können Sie Ihr Rad abstellen..“ [3. Stock Altbau ohne Aufzug!], „Sie immer mit Ihrem Rad“, usw. Schlussendlich fand ich eine Wohnung, zu der sogar ein eigener Abstellraum für Räder gehörte. Leider behielt die gute Dame recht: Als ich nach zwei Jahren zurück nach Hamburg zog, vergaß ich mein Rad fast im Abstellraum. Es war verstaubt, die Reifen luftleer. Angesichts des Pariser Verkehrs bin ich kein einziges Mal darauf gefahren, legte dafür so viele Strecken zu Fuß zurück wie nie zuvor. In einem Sommer ließ ich mich überreden ein vélib (StadtRad) zu mieten, fuhr ängstlich nach hinten schauend damit nach Hause. Glücklicherweise waren im August fast nur Touristen in der Stadt, die vor Überwältigung eh vorsichtig fuhren. Soweit mein Bild vom Radfahren in Paris.

Seit etwa 2013 höre ich immer öfter, dass Paris sich zur fahrradfreundlichen Stadt entwickelt, und kann es kaum glauben. Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin setzt sich stark für eine lebenswerte Stadt ein: sei es die Umwandlung von Bürogebäuden in Wohnraum, Begrünung der Straßen, das Fahrverbot für alte Diesel in der Stadt oder bessere Bedingungen für Rad- und Fußgänger. Zeit, endlich alte Freunde in Paris zu besuchen und mir selbst ein Bild zu machen.

Radfahren gegen die Einbahnstraße erlaubt

Radfahren gegen die Einbahnstraße erlaubt

Schon vor der Haustür einer Freundin im 14. Arrondissement überraschte mich die Straßenmalerei: Radfahren gegen die Einbahnstraße war hier ausdrücklich erlaubt. Weiterlesen

Baustellenführung in Serie – erst gut, dann wird’s gefährlich

Einer der breiteren Radwege Hamburg ist an der Herder Straße. Meist lässt er sich gut befahren, nur selten ist er zugeparkt. Sonnabend erstaunte mich allerdings die Führung des Radverkehrs an einer doppelten Baustelle. Von Weitem war das Gerüst an einem Haus sichtbar.

Rad- und Gehweg getrennt

Rad- und Gehweg getrennt

Rad- und Gehweg wurden getrennt voneinander unter dem Gerüst weitergeführt, beide etwa in Originalbreite. Der Eingang zur Radwegführung war sogar mit Reflektoren versehen. So eine gute Baustellenführung sah ich erstmals.

Beim Näherkommen irritierte allerdings, dass nach dem Gerüst allerlei Kram auf dem Radweg zu stehen schien.
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Egoisten Parkplatz

Elterntaxis, die morgens vor Kitas und Schulen die Straße verstopfen, nerven mich. Die Fahrer nehmen die Gefährdung der Kinder, Schüler, Fußgänger und Radfahrer um sie herum in Kauf.

Auf twitter wurde ich auf eine Aktion aufmerksam gemacht.

Vor der Kita in der Bachstraße sind genau die Bereiche als „Egoisten Parkplatz“ gekennzeichnet, auf denen die oben beschriebenen Elterntaxis oft zu finden sind. Weiterlesen

Irreführendes Schild am Mühlenkamp

Kürzlich fuhr ich vom Goldbekmarkt kommend den Mühlenkamp entlang. Viele Diskussionen um Falschparker auf dem Radstreifen gab’s in den letzten Monaten. Um so mehr freute ich mich, bis zur Gertigstraße keinen einzigen zu sehen, damit sicher mit dem Rad fahren zu können.

Einen gab’s dann doch.

Falschparker auf dem Mühlenkamp

Falschparker auf dem Mühlenkamp

Ich hielt, um ihn anzusprechen, falls er haltend noch im Auto sitzen würde. Niemand war zu sehen. Während ich noch schaute, fiel mir das folgende Schild auf.

Schild vor Laden im Mühlenkamp fordert zum Falschparken auf

Irreführendes Schild im Mühlenkamp begünstigt Falschparken

Das Schild scheint mir irreführend. Dem Kunden wird suggeriert, er dürfe im Rahmen des Be- und Entladens hier halten.  Ja, auf einem Schutzstreifen darf gehalten werden.  Halten heißt im Sinne der StVO §12 „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“.  In der Praxis heißt das, der Fahrer bleibt sitzen, hält maximal drei Minuten, während der Beifahrer be- und entlädt.

Ob das jedem Kunden bekannt ist?

Mir gefällt am Schild der Aufruf zur gegenseitigen Rücksicht. Selber erlebe ich oft Erstaunen gefolgt von einem Lächeln, wenn ich mit dem Rad halte, um Autofahrer komplett aus Parklücken fahren zu lassen, statt mit aller Macht und schimpfend noch vorbei zu fahren.