Mit Fiete im hohen Norden

Zu Besuch in St.-Peter-Ording. Klar, dass das kleine Rad mitkam. Insbesondere da für heute eine Radtour nach Husum angekündigt war: „schaffst du 50km auf dem Lütten?“ „Wie?? Na selbstverständlich!“.

Mit rekordverdächtig wenig Gepäck (für mich) ging’s gestern Morgen mit S- und Regionalbahn los. Das lütte Rad war der perfekte Begleiter: es passte genau in die S-Bahn, den Sattel locker über die Schulter geworfen ließen sich alle Treppen locker nehmen, geklappt problemlos in die volle Bahn. Auch wenn mir in St. Peter versichert wurde, dass dort kein Rad geklaut werden würde, durfte Fiete neben dem Schrank nächtigen.

Gestern Nachmittag ging’s aber erst mal zum Strand, ein Drachenfestival war angekündigt. Schon von weitem waren die Drachen zu sehen.

Am fernen Strand die Drachen
Am fernen Strand die Drachen
Weiterlesen

Zum südwestlichsten Punkt des europäischen Kontinents

Der erste Urlaubstag in Sagres an der Algarve, das Kap S. Vicente fast in Sichtweite. Klar, dass es Nahe lag mit einem der zahlreichen Leihräder dorthin zu fahren. Auf meine Frage, wo ich am schnellsten ein Rad dafür bekommen könnte, erntete ich ungläubiges Staunen: „That’s really far! 6 kilometers! Are you sure about taking a bike? …I could never do it. It’s really exhausting.“.  Gut, die Strecke ist etwas hügelig, was ich – aus der norddeutschen Tiefebene kommend – nicht gewohnt bin. Aber sechs Kilometer als unschaffbar zu bezeichnen? Pah.

Also auf zum Surfshop, bei dem es drei Cruiser zu leihen gab. 26″ Räder, weiß mit pinkem Muster, nicht gerade meine Lieblingsfarben. Nun ja, der Cruiser sollte mich bis ans Kap bringen, sonst nichts. Der erste mir angebotene Cruiser war etwas schwach auf den Reifen. Auf meine Frage nach einer Luftpumpe lächelte die gute Dame peinlich berührt und bot mir das nächste Rad an. Mit etwas mehr Reifendruck ging’s also erstmal zur nächsten Tankstelle zum Aufpumpen.

eine endlos erscheinende, im Horizont verschwindende Straße liegt vor mir
eine endlos erscheinende, im Horizont verschwindende Straße liegt vor mir
Weiterlesen

Zwei Leidenschaften in einer Tour II

Pfingsten kombinierten wir Radfahren und Rudern, lernten dabei die Flußtäler von Leine & Werra kennen und bereisten – Hamburg ausgenommen – drei Bundesländer.

MiniRadWerratalPfingstsonntag war – nach der Radtour am Vortag – dem Rudern gewidmet.  Die Strecke, die ab Eschwege zwischen zwei Wehren berudert werden konnte, erschien uns zunächst kurz. Wie die Berge am Vortag überraschte uns nun die starke Strömung auf den letzten Kilometern, gegen die mit permanent hohem Schlag und voller Kraft gerudert werden musste. Endlich in Wanfried angekommen, erwartete uns ein gemütliches Gasthaus, das hauptsächlich von Radfahrern besucht war, die angesichts der immer noch > 30°C ähnlich ko aussahen wie wir.

Gasthaus mit Bootssteg und Radkunst
Gasthaus mit Bootssteg und Radkunst

Pfingstmontag ging’s wieder aufs Rad,

Weiterlesen

Zwei Leidenschaften in einer Tour I

Die Idee an Pfingsten Radfahren und Rudern zu kombinieren, dabei zwei Flußtäler zu sehen und (Hamburg ausgenommen) drei Bundesländer zu bereisen fand ich großartig, sagte sofort zu und schon wenige Tag später ging’s los.

MiniRadWerratal

Unsere spontane Planung kollidierte mit der Verfügbarkeit von Fahrradplätzen im IC. So stürmten wir Sonnabendmorgen das Fahrradabteil des Metronoms gen Uelzen, nahkampfartige Szenen befürchtend. Der Nahkampf blieb aus, nette Mitreisende fragten höflich nach unserem Ziel bevor sie das Radabteil komplett mit Fahrrädern belegten.

Weiterlesen

Flanieren in den Bergen

Große Herausforderungen erwarteten uns Ende letzter Woche:

  • wir – beide aus der norddeutschen Tiefebene, ans Flachland gewöhnt – machten unsere erste Radtour in den Bergen, in der Holsteinischen Schweiz.
  • dazu kam das Vorhaben langsam zu fahren und auch einmal die Landschaft um uns herum wahrzunehmen.  Bisher fuhren wir eher fix bis zum angepeilten Ziel, zum Trinken durfte auch kurz mal ein Fuß auf den Boden gestellt werden.

Karfreitag ging’s mit Rad und etwas Gepäck in die Bahn gen Preetz.  Dort fuhren wir hoch motiviert und fix los, die grobe Richtung im Auge.

Kaum raus aus dem Ort ging es hügelig und abwechslungsreich weiter. Zunächst überwiegend über asphaltierte Radwege. Dass Radfahrer in dieser Gegend willkommen sind, zeigte sich an vielen Cafés.

Weiterlesen