Schwanenwik – es nimmt Form an

Ende August war die Baustelle an der Schwanenwik weder für Rad- noch Autofahrer oder Fußgänger eine Freude. Jetzt ist erkennbar  wie die Straße in Zukunft aussehen wird.

Von Norden kommend ist Radweg, der auf die Schwanenwikbrücke führt, verbreitert worden, dadurch besser zu erkennen.

Radweg Schwanenwik gen Süden
Radweg Schwanenwik gen Süden

Links vom Radweg gibt es eine Fuhrt für Fußgänger, die das Überqueren der Straße erleichtern soll, dazu einen abgesenkten Bordstein für querende Radfahrer.

Zukünftig vereinfachte Querungsmöglichkeit
Zukünftig vereinfachte Querungsmöglichkeit

Kurz vor der Brücke endet das neu gepflasterte Stück. Weiterhin ist leider kaum erkennbar, dass sich nun Radfahrer und Fußgänger die Brücke teilen. Beim Überqueren musste ich Slalom um eine fotografierende, in die Hocke gegangene Touristin fahren, deren Mann mich entsetzt ansah.

Überleitung auf die Schwanenwikbrücke
Überleitung auf die Schwanenwikbrücke

Von Süden kommend gilt zur Zeit noch Radfahrer frei im Zweirichtungsverkehr. Hier sehe ich dieselben Konflikte vorprogrammiert wie im August. Die Brücke finde ich zu schmal für Radfahrer in beiden Richtungen, Spaziergänger und fotografierende Touristen.

Schwanenwikbrücke von Süd nach Nord auf der Alsterseite
Schwanenwikbrücke von Süd nach Nord auf der Alsterseite

Das Abbiegen vom Mundsburger Damm in die Schwanenwik führt auf einen schmalen, gerade sehr naturnahen Radweg.

Schwanenwik vom Mundsburger Damm kommend
Schwanenwik vom Mundsburger Damm kommend

Einige Meter weiter verbreitert sich der Radweg und wird auf die Straße verschwenkt. Was mir positiv auffiel, ist die kleine Insel vor der Verschwenkung, die den motorisieren Verkehr daran hindern soll, geradeaus weiter auf den Schutzstreifen zu fahren.

Verschwenkung des Radweges auf die Fahrbahn
Verschwenkung des Radweges auf die Fahrbahn

 

Schwanenwikbrücke mit Schutzstreifen

Nach der Brücke wird die Fuhrt in der Mitte der Schwanenwik sichtbar, in der Radfahrer beim Queren den motorisierten Verkehr abwarten können. Leider ist nun auch zu sehen, dass direkt rechts neben dem Schutzstreifen geparkt wird / werden darf, sich öffnende Autotüren einen Großteil des Schutzstreifens blockieren. Einige parken gleich auf dem Schutzstreifen.

Fuhrt zum Queren der Schwanenwik
Fuhrt zum Queren der Schwanenwik
Parkstreifen direkt neben dem Schutzstreifen
Parkstreifen direkt neben dem Schutzstreifen

Am Übergang der Schwanenwik zur Herbert-Weichman-Straße endet der Schutzstreifen.

Ende des Schutzstreifens an der Schwanenwik gen Norden
Ende des Schutzstreifens an der Schwanenwik gen Norden

 

Ich freue mich, dass sich hier einiges getan hat. Insbesondere die Fuhrt zum Queren der Schwanenwik für Fußgänger und Radfahrer. Was mir nach wir vor unverständlich ist, sind die Parkplätze neben dem Schutzstreifen, die das Risiko von Dooringunfällen erhöhen.

 

Note: gerade entdecke ich, dass hamburgize den Schutzstreifen gen Norden mit dem alten Zustand verglichen hat. Ein Blick auf die Visualisierung lohnt sich

2 comments

  1. Man sieht auf den Bildern doch, dass die meisten Autos richtig eingeparkt sind, so dass der Sicherheitssteifen zwischen Schutzstreifen und Parkplatz frei bleibt. Wenn das alle Autofahrer so machen würden, wäre die Gefahr von dooring-Unfällen gering. Den restlichen Autofahrern könnte die Polizei ja mal ein wenig Mut zusprechen, das Einparken noch mal zu üben.

  2. Da wir nach aktueller Rechtssprechung min 1m Abstand (eher mehr) zu parkenden Autos halten müssen (und ich auch will), oder, wenn keine vorhanden, 70 cm zum Bordstein, bleibt höchstens ein Drittel des Schutzstreifens zum rechtmäßigen (versicherungstechnisch sicherem) Befahren. PKW sollen 1,50m bis 2m Abstand zu Radlern beim Überholen halten… Das geht nur wenn die Radler sich nach ganz rechts in den dooring-Bereich verziehen…. Für mich ist die ganze Schutzstreifengeschichte in Hamburg reine Augenwischerei, ohne entsprechende Grundsatzentscheidung geht es weiterhin darum wer mehr Knautschzone/Hubraum hat. Und das nur um zum Jahresende sagen zu können, das viel Geld für Radwege ausgegeben wurde (was vor kurzem ja tatsächlich noch ganz anders war).

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