Schlagwort: Parkweg

things on bike lanes

Immer wieder staune ich, was sich so alles auf Radwegen findet. Falsch geparkte Autos überraschen mich nicht mehr, ärgern mich nur noch selten, veranlassen zum automatischen Zücken des Handys, um sie im Blog zu dokumentieren. Mülltonnen, Baugerüste, sogar ein Dixieklo sind mir begegnet. Im Januar kommt dann meist die traditionelle Begrünung durch ausgemusterte Weihnachtsbäume hinzu. Vor einiger Zeit wurde ich auf das tumblr „things on bike lanes“ aufmerksam gemacht und eingeladen, selber Fotos einzustellen.

Im Rahmen der Diskussion um die Straßensheriff App, deren ursprüngliche Idee es war Parksünder via App direkt anzuzeigen, wurden weitere Radweg tumblr zu einzelnen Städten initiiert. Details hierzu sind auf it started with a fight gut zusammengefasst. Diese Fotodokumentationen, bei denen im Falle von Falschparkern die Kennzeichen unkenntlich gemacht werden, zeigen aus meiner Sicht gut auf, wie lapidar mit dem Raum für Radfahrer umgegangen wird. Wer dann den betreffenden Autofahrer anzeigen möchte, kann dies mit dem Originalfoto. Eine Art automatische Anzeige via App wirkt auf mich zu maßregelnd. Lieber klemme ich dem Falschparker einen Zettel unter die Windschutzscheibe oder mache mir die Mühe einer Mail, wenn mich ein wiederholt falsch geparktes Auto nervt (habe ich bisher noch nicht gemacht).  Alternativ gibt es beim ADFC auch die sogenannten „Spuckis„, Aufkleber, die wie eine Briefmarke auf das Seitenfenster des Falschparkers geklebt werden können, wasserlöslich sind und den Fahrer direkt auf den unter ihm befindlichen Radweg aufmerksam machen.

Slalom am Hofweg

Ganz gleich zu welcher Zeit ich am Hofweg Rad fahre, alle paar hundert Meter bietet sich dieses Bild:
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Der Schutzstreifen als Parkweg, dazu Autoverkehr, der mich, die ich das parkende Auto überhole, dabei möglichst dicht überholt. Von den vorgeschrieben 1,5 m Abstand ganz zu schweigen, freue mich, wenn es mehr als 30 cm sind.
Immerhin parken vor Ampeln meist keine Autos. So stellte ich positiv überrascht fest, dass Radfahrer bei rot etwa einen Meter vor den Autos warten sollen und damit deren toten Winkel vermeiden:

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Zu breit für den Radweg

Wenn das Auto zu breit für den Radweg ist, parkt der Mercedesfahrer halt auf Rad- und Gehweg:

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..die eingeklappten Seitenspiegel machten es nicht besser..

Rote Parkplätze

Kurz dachte ich, auf dem Mühlendamm gäbe es einen neu gepflasterten Radweg. Dann sah ich die parkenden Autos.

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Vermutlich weist die rote Pflasterung neuerdings auf Parkplätze hin..

In der HafenCity sind die Radwege teilweise schwarz gepflastert und für Touristen damit wohl nicht erkennbar. Letztere liefen mir heute wiederholt vor’s Rad, dazu Fußgänger mit Kopfhörern im Ohr, Blick fest aufs Smartphone gerichtet. Kam mir ein wenig vor wie in einem Videospiel bei den vielen ad hoc Ausweichmanövern.

Abenteuer Radweg

Immer wieder erstaunt mich was in Hamburg als Radweg deklariert wird, wie diese als Abfall- statt als Radweg genutzt werden. An die Weihnachtsbäume, die die Radwege zur Zeit begrünen, habe ich mich fast gewöhnt.

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Auch, dass ein Radweg unverhofft zur Crossstrecke mit dem dazugehörigen Schlamm wird, ist nicht ungewöhnliches.image

Zugegeben, bei den aktuellen Wetterbedingungen ist statt Schlamm eher Buckelpiste angesagt. Vielleicht als Übung für die Mitglieder des Hamburger Alpenvereins, die sich hier auf den bevorstehenden Skiurlaub vorbereiten können?

Ein häufiger Anblick auch die Interpretation des zweifarbigen Gehwegs als Parkweg.

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Sind alle Hindernisse überwunden geglaubt, steht der Fahrradfahrer unverhofft vor dem Anblick einer kreativ angelegten Kreuzung. Diese bietet alles: Slalom, Bordstein hoch und runterfahren, ..

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Immerhin gibt es ab und zu auch Lichtblicke:

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