Ride of Silence 2018

Am Mittwoch, den 16. Mai 2018 findet weltweit der jährliche „Ride of Silence“ statt.

Warum „Ride of Silence“?

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall eines Radfahrers in den USA 2003 organisierten dessen Freunde zu seinem Gedenken den ersten Ride of Silence. 1000 Menschen nahmen teil. Seitdem finden in immer mehr Orten weltweit am dritten Mittwoch im Mai gemeinsame Ausfahrten in Gedenken an die tödlich verunglückten Radfahrer*innen statt. Gefahren wird ruhig, die Strecke verläuft meist an einigen Unfallstellen vorbei. Dabei geht es darum Aufmerksamkeit zu erhalten sowie das Bewusstsein zu erhöhen, dass wir alle – ob im Auto, auf dem Rad oder zu Fuß – Verkehr sind und uns die Straßen teilen. Den ersten deutschen Ride of Silence hat Daniel von it started with a fight gemeinsam mit dem ADFC Osnabrück 2015 angemeldet.

Ride of Silence 2018,    Quelle: ADFC Hamburg

Ride of Silence in Hamburg

In diesem Jahr hat organisiert die Gruppe Hamburger Alltagsradler*innen und der ADFC gemeinsam die stille Tour.

Gestartet wird am Mittwoch, 16. Mai um 19 Uhr am S-Bahnhof Sternschanze (Ausgang Schanzenstraße).

Trauriger Anlass ist in diesem Jahr neben dem jährlichen Aktionstag der tödliche Unfall in der Osterstraße vergangene Woche, bei dem eine 33-jährige Mutter starb.

Noch immer sind Hamburgs Radfahrende zutiefst bewegt und möchten ihrer Trauer, aber auch ihrer Wut darüber Ausdruck verleihen, dass schon wieder ein Mensch sein Leben auf Hamburgs Straßen verlor.

Auch in Aachen, Berlin, Bonn, Köln, Leipzig, München, Oldenburg und Wiesbaden erinnern ADFC-Gruppen und Aktivisten mit stillen Gedenkfahrten an die Radverkehrstoten in ihren Städten. 383 Radfahrer*innen sind 2017 ums Leben gekommen, darunter 15 Kinder. Die häufigste Ursache sind abbiegende Lkw und Pkw. Anders als die Gesamtzahl der Verkehrstoten in Deutschland, nimmt die Zahl der getöteten Radfahrer*innen seit Jahren nicht substanziell ab.
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Als Sofortmaßnahme fordert der Fahrradclub in Hamburg eine Entschärfung der gefährlichen Situationen an Kreuzungen wie der Osterstraße/Eppendorfer Weg, und zwar durch eine Veränderung der Kurvenradien und der Haltelinien. Allein diese beiden einfachen Maßnahmen, die nur etwas Mut und Farbe erfordern, hätten Saskia S. nach Lage der Dinge das Leben retten können!

In Hamburg gibt es immer noch eine viel zu große Anzahl von Kreuzungen, die aus der Zeit der „autogerechten Stadt“ stammen und deren Kurvenradien eine zu hohe Geschwindigkeit beim Abbiegen erlauben. Eine generelle Vorziehung der Haltelinie für den Radverkehr vor die Haltelinie für den motorisierten Verkehr rückt die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen ins Blickfeld. Beides zusammen ist schnell und kostengünstig umsetzbar und kann schwere Unfälle wie den an der Kreuzung Osterstraße/Eppendorfer Weg verhindern.

Quelle: ADFC Hamburg

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