Irreführendes Schild am Mühlenkamp

Kürzlich fuhr ich vom Goldbekmarkt kommend den Mühlenkamp entlang. Viele Diskussionen um Falschparker auf dem Radstreifen gab’s in den letzten Monaten. Um so mehr freute ich mich, bis zur Gertigstraße keinen einzigen zu sehen, damit sicher mit dem Rad fahren zu können.

Einen gab’s dann doch.

Falschparker auf dem Mühlenkamp
Falschparker auf dem Mühlenkamp

Ich hielt, um ihn anzusprechen, falls er haltend noch im Auto sitzen würde. Niemand war zu sehen. Während ich noch schaute, fiel mir das folgende Schild auf.

Schild vor Laden im Mühlenkamp fordert zum Falschparken auf
Irreführendes Schild im Mühlenkamp begünstigt Falschparken

Das Schild scheint mir irreführend. Dem Kunden wird suggeriert, er dürfe im Rahmen des Be- und Entladens hier halten.  Ja, auf einem Schutzstreifen darf gehalten werden.  Halten heißt im Sinne der StVO §12 „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“.  In der Praxis heißt das, der Fahrer bleibt sitzen, hält maximal drei Minuten, während der Beifahrer be- und entlädt.

Ob das jedem Kunden bekannt ist?

Mir gefällt am Schild der Aufruf zur gegenseitigen Rücksicht. Selber erlebe ich oft Erstaunen gefolgt von einem Lächeln, wenn ich mit dem Rad halte, um Autofahrer komplett aus Parklücken fahren zu lassen, statt mit aller Macht und schimpfend noch vorbei zu fahren.

Schürbeker Straße mit neuem Radweg

Dieses Frühjahr war’s so weit. Der Radweg an der Schürbeker Straße wurde erneuert. Selber fahre ich ihn fast ausschließlich von der Mundsburg kommend in Richtung Eilenau. Auf dieser Strecke hat er nun durchgehend die gleiche Breite (ca. 1,6m). Statt des vorherigen Belagmixes sind im Wesentlichen rote Platten verlegt.  Die Fläche zwischen Straße und Radweg wurde optisch reduziert und ich meine, dass dort viel seltener in den Radweg hinein geparkt wird.

Hier ein Vergleich in Bildern.

Schürbeker Straße / Ulmenau vor de
Schürbeker Straße / Ulmenau vor der Erneuerung
Breiter, gut zu erkennender Radweg an der Ecke Schürbeker Straße / Ulmenau
Breiter, gut zu erkennender Radweg an der Ecke Schürbeker Straße / Ulmenau

Unter der U-Bahn-Brücke werden die Verbesserungen besonders deutlich.

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Höchstgeschwindigkeit?

In Debatten um das Für und Wider von Radwegen kommt es immer zu dem Punkt, an dem diskutiert wird, wie schnell auf so einem Radweg überhaupt gefahren werden darf. Da erscheinen 15 km/h manchem schon rasant – diese Geschwindigkeit fährt man etwa beim entspannten Cruisen mit einer schweren Gazelle. Andere nehmen Radfahrer unter 25 km/h kaum wahr. Wieder andere plädieren für ausreichende Breite des Radweges, damit gemütlicher Fahrende von zügigeren Radfahrern locker überholt werden können.

Auf Sardinien wird dem Radfahrer die Frage nach der richtigen Geschwindigkeit abgenommen.

Radweg mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf Sardinien
Radweg mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf Sardinien

..wie man allerdings ohne umzukippen 10 km/h fahren soll, ist mir ein Rätsel..

Die Fotografin berichtete, dass beim Café in etwa so kommentiert wurde: „definitiv schneller!“, „der wackelt schon, gleich kippt er um, könnte an den 10 km/h dran sein.“, „schneller.“, „schneller“, …

Danke fürs Foto!

Sternfahrt 2015

„30.000 Radler erobern die Stadt“ titelt die mopo dieses Jahr zum Teilnehmerrekord der Sternfahrt.

2014 trafen wir uns schon früh am Sonntagmorgen in Harburg, um über die Köhlbrandbrücke zu fahren. Heute bin ich’s gemütlich angegangen und erst kurz nach eins von der autofreien Siedlung Saarlandstraße aus gestartet. Zum Wiesendamm ging’s auf dem Radweg – die Polizei hatte darum gebeten, da sie die Saarlandstraße nicht sperren wollte. Nun gut, also ein gemächlicher Start.

Start auf dem Radweg
Start auf dem Radweg

Weiterhin gemütlich fuhren wir den Wiesendamm entlang. Unglaublich wie wild da geparkt wird!

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Freie Sicht II

In Leipzig sah ich im April Straßenecken, an denen ein Zuparken u.a. durch Kreuzberger Bügel verhindert wurde. Neben den zusätzlichen Radparkplätzen erfreute mich die freie Sicht. In der Begeisterung übersah ich, dass die Räder teils direkt vorm abgesenkten Bereich des Bordsteins platziert waren – kein Durchkommen für Rollis und Kinderwagen*.

In Hamburg fiel mir letzte Woche eine ähnliche Situation im neu gestalteten Graumannsweg auf.

Graumannsweg Ecke Papenhuder Straße
Ecke Graumannsweg / Papenhuder Straße gen Hohenfelde – hier sindFußgänger gut sichtbar

Der Bordstein ist abgesenkt und das Parkverbot durch eine Schraffierung verdeutlicht. So gefällt mir die Umsetzung. Der jeweils erste Parkplatz um diese Ecke herum könnte mit Kreuzberger Bügeln ausgestattet werden. Acht Fahrräder würden statt eines Autos parken können.

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