30 Days of Biking

Quelle: #30daysofcycling

Der April steht vor der Tür, Zeit für „30 Days of Biking“!

30 Days of Biking“ bedeutet, an jedem Tag im April mit dem Rad zu fahren. Dabei spielen Distanz, Strecke und Ziel kein Rolle – Hauptsache man sitzt jeden Tag auf dem Rad und erfreut sich am Fahren. Und wenn man doch mal einen Tag verpasst, steigt man einfach am nächsten wieder aufs Rad und fährt weiter. Initiiert wurde die Aktion in Minneapolis, USA, um möglichst viele Menschen zu motivieren, im April aufs Rad zu steigen. Auf der dazugehörigen Homepage kann man sich registrieren und damit das Fundraising für World Bicycle Relief unterstützen.

Entwicklung durch Mobilität

World Bicycle Relief macht Menschen mit Fahrrädern mobil. Wir helfen Menschen, Entfernungen zu überwinden, um unabhängig zu werden und ihr Leben aus eigener Kraft nach vorne zu bringen.

Quelle: World Bicycle Relief

2016 war ich schon einmal dabei und habe einen Monat lang jeden Tag per instagram, twitter und facebook meine Radfahrten dokumentiert. Mal schauen, wie der diesjährige April wird!

 

Coffeeneuring 2018

Dieses Jahr verwöhnt uns der Herbst mit spätsommerlichem Wetter. Dennoch werden die Tage kürzer – Zeit für Coffeeneuring!

Schon letzten Freitag startete sie – die Coffeeneuring Challenge. Sie kombiniert zwei wunderbare Dinge: Radfahren und gemütliches Einkehren. Die Idee zum Coffeeneuring stammt von Mary aus Washington D.C., die damit einen Anreiz für kleine Entdeckungstouren im Herbst schaffen wollte.

Sieben ist wieder Trumpf: Um die Challenge zu bestehen, muss man

  • an sieben Tagen, in der Zeit vom 12.10. bis 25.11.2018
  • zu sieben verschiedenen Orten fahren,
  • bei maximal zwei Fahrten pro Woche,
  • dabei in Summe mindestens zwei Meilen (= 3,22 km) zurücklegen,
  • sieben Tassen Kaffee (oder Vergleichbares) trinken und
  • sieben Fotos als Beweis fürs Coffeeneuring posten.

Jeder, der gerne Rad fährt und Café, Tee, eine heiße Schokolade oder Ähnliches genießt, ist herzlich eingeladen teilzunehmen.

Ich kann es nur empfehlen: Die Coffeeneuring Challenge hat mich in den letzten drei Jahren an so manch ungemütlichem Tag vom Sofa geholt. Der Aspekt, dass unterschiedliche Cafés angefahren werden müssen, führte dazu, dass ich neue Orte und Wege nicht nur in Hamburg entdeckte. Da auch Outdoor-Cafés erlaubt sind, war das klare Highlight 2016 eine Ausfahrt frühmorgens an die Elbe, bei Minustemperaturen, um dort den Café im Sonnenaufgang zu genießen.

Um die Challenge zu bestehen, müssen die hier (engl.) aufgelisteten Regeln eingehalten werden. Zum Austausch gibt’s eine Coffeeneuring Gruppe auf Facebook, den Tag #Coffeeneuring auf twitter und instagram sowie die Möglichkeit Fotos in der Coffeeneuring group auf flickr zu teilen.

 

Ich bin gespannt, welche Orte, Cafés und Wege ich in diesem Jahr entdecken werde.

Viel Spaß allen, die dabei sein werden!

Hier meine Ausfahrten der letzten Jahre:

2017:

2016:

2015:

BWC Finals 2018 – mein drittes Mal

Einige Wochen ist es nun schon her: Am letzten Wochenende im Juli standen die Brompton World Championship Finals an.

Zum dritten Mal in Folge hatte ich einen Startplatz für das Rennen direkt vorm Buckingham Palace. Diesmal – wenn die Flagge darauf es richtig angezeigt hat – sogar in Präsenz der Queen.

Nachdem wir – Bianca, Jule, Verena und ich – im letzten Jahr schnellstes Damenteam weltweit geworden sind, hatten wir in diesem Jahr keine Chance den Titel zu verteidigen. Jule & Verena hatten leider keinen Startplatz bekommen. Statt „team hamburgfiets“ hieß es in diesem Jahr also „team hamburgfiets international“: Bianca und ich starteten gemeinsam mit Ann und Jaqueline aus Belgien. Kurz stand angesichts der Nationalitäten der Name „Bier & Frittjes“ im Raum, dann schloss sich Valeria aus Barcelona an, team hamburgfiets international war gesetzt.

Die Aufregung war wieder da, auch wenn der dritte Start in Folge sich routinierter anfühlte. Diesmal machte Brompton es spannend und informierte im Vorfeld nicht über die Startnummern. So diskutierten und hofften wir bei der gemeinsamen Ausfahrt vom London Brompton Club am Abend vorher, was uns wohl erwarten würde. Diesmal hatte ich endlich Glück – mit den Startunterlagen erhielt ich die erhoffte Information, dass ich in Block A starten würde.

Startblock A !

Der Nachmittag in der Hospitality Area auf der Mall war wieder ein großen Familientreffen der Bromptonauten. Es war schön einzelne Mitglieder der Bromptonmafia und vom Melbourne Brompton Club wiederzutreffen. Dazu weitere bekannte Gesichter aus allen Ecken der Bromptonwelt. Mit Böen bis 70 km/h legte sich bald eine einheitliche Staubschicht über alle – immer noch besser als der Nieselregen des Vorjahres.

Dann ging’s auch schon los. Der Vorteil in Block A zu starten währte nur kurz: Der Sprecher gab die Blocks nicht an, ließ nur immer „den nächsten Block“ starten, das Chaos war perfekt. Ich kam gut weg, wurde nach rund 200m abrupt gestoppt: Es standen noch Barrieren vorm Kreisel am Buckhingham Palace! Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie weggeräumt waren, immer mehr Fahrer kamen von hinten nach, mussten stoppen. Gedanklich war ich schon wieder auf dem Weg zurück zur Startlinie, davon ausgehend, dass das Rennen erneut gestartet werden würde, da schlängelten sich die ersten Fahrer vorne durch, es ging weiter. Nu hatte ich leider den Anschluss nach vorne verloren. Egal. Ich trat an und kam fix in einen regelmäßigen Tritt. Mein Garmin zeigte fast konstant 35+ km/h an. Nur auf der Zielgeraden, bei direktem Gegenwind, sank der Schnitt auf teils 27. Nun gut, da hieß es also mich irgendwo zwischen die Fahrer zu mischen, um nicht zu viel Kraft zu verlieren. Das Windschattenfahren hatte ich kurz versucht, aber um mich herum wurde so kreuz und quer gefahren, dass ich zusah, einfach vorne weg zu fahren. Letzteres erwies sich als weise – zwei fiese Unfälle gab’s diesmal. Eine Lady lag schon in der zweiten Runde mit blutigem Gesicht am Boden. Zwar standen zwei Helfer vor ihr, um die Fahrer, um sie herum zu leiten, aber es dauerte bestimmt noch zwei Runden, bis sie endlich vom Kurs begleitet und versorgt wurde. Ein Grund mehr für mich, ordentlich Abstand zu halten und auf den Vorteil eines eventuellen Windschattens zu verzichten.

Ich hatte mein Tempo gefunden, hätte bestimmt schneller fahren können, aber so hatte ich die Muße das Rennen zu genießen. Bei jedem Einbiegen auf die Zielgerade animierte ich die Zuschauer, mich anzufeuern und trat besonders kraftvoll in die Pedale. Das Rufen und an-die-Bande-Klatschen trug mich die gesamte Zielgerade bis kurz vor den Buckingham Palace – großartig!

Zwischendurch blieb auch noch Luft besonders schick gekleidete Bromptonautinnen anzufeuern. Etwas weniger Renngenuß muss ich mir für nächstes Jahr vornehmen, denn kurz vorm Einbiegen in die achte und finale Runde überholte mich das Feld der schnellsten Fahrer und damit blieb’s für mich bei sieben Runden. Immerhin diesmal sehr entspannt. In Summe bedeutete dies einen 11. Platz bei den Damen. Kurz ärgerte ich mich, dass es nun doch nicht die Top 10 waren, dann erfuhr ich wer Emma Poley, die Erstplatzierte war: Vizeolympiasiegerin im Einzelzeitfahren, Weltmeisterin im Duathlon etc. Auch die nächsten Plätze waren mit Rennradfahrerinnen belegt. Da war ich doch stolz auf meinen 11. Platz, zu dem als einziges Training meine im Alltag zurückgelegten Fahrten sowie die ein oder andere entspannte Fahrt auf elbX gereicht hatten.

Großer Dank an Jule und Conny, deren Präsenz und Anfeuern wieder sehr wertvoll waren!

Ach ja, als „team hamburgfiets international“ mussten wir uns drei irischen Ladies knapp geschlagen geben. Vielleicht ein Grund im nächsten Jahr doch endlich einmal zu trainieren..

Trackride – mein erstes Mal auf der Radrennbahn

In meinem Umfeld mehrten sich die begeisterten Berichte von ersten Versuchen auf der Radrennbahn. Dazu stand seit dem Frühjahr die Einladung, mich doch einmal selber darauf zu wagen. Irgendwie klang es ja verlockend etwas ganz Neues mit dem Rad zu probieren, aber irgendetwas kam immer dazwischen. Sonnabend war’s dann endlich soweit. Die Radrennbahn Hamburg lud am Cyclassics-Wochenende Radsportfans ein, sich selber einmal auf die Bahn zu wagen. Von der Radmesse am Rathaus ging’s mit einer kleinen Gruppe raus nach Stellingen, Sightseeing für die Nichthamburger inklusive.

Vor Ort mussten wir durch einen schmalen Tunnel, um ins Innere der Bahn zu gelangen. Meine bisherigen Kenntnisse beschränkten sich auf Tagesschauberichte der Sechstagerennen sowie das ein oder andere Youtube-Video. Unter dem imposanten Zeltdach wirkte die Bahn noch steiler als geahnt. Die Kurven ragten wie eine Wand vor uns auf. Der Gedanke „und da fällt man nicht runter??“ stand im Raum, vergessen die Videos, die das Gegenteil zeigten.

 

Die Bahnräder, die wir uns leihen durften, erschienen federleicht. Kein Wunder, ist doch jeglicher Firlefanz abgeschraubt: Es gibt keinerlei Bremse, keine Gänge und die Pedale drehen sich weiter, solange das Rad in Bewegung ist. Einen Freilauf gibt es nicht. Für mich auch neu: Die sehr überhöhte Sitzposition. Schon bei meiner Sitzposition auf elbX traue ich mich kaum in den Unterlenker zu greifen, wie sollte ich jemals den des Bahnrades erreichen können?

Nach den ersten Instruktionen hieß es ab auf den Sattel. Mich nicht davon irritieren zu lassen, dass die Pedale einfach weiterdrehen, war eine kurze Herausforderung. Den Versuch die Schuhe in die Pedalkäfige zu manövrieren gab ich schnell auf und montierte lieber Klickpedale. Dann ging’s in die ersten Runden im Innenring, d. h. neben der Bahn entlang, um ein Gefühl fürs Rad zu bekommen. Es trat sich fix an, machte Spaß. Nur als ich kurz aufhörte zu treten, wurde ich unsanft daran erinnert, dass die Pedale mich nicht einfach lassen. Also hieß es weitertreten und auszuprobieren, wieviel Gegendruck notwendig ist, um das Rad zu stoppen. Letzteres ging direkt mit der nächsten Herausforderung einher: Wie komme ich elegant aus den Klickis, ohne vom Rad zu kippen? Mit der Kraft des kurzen Erschreckens, klappte auch dies.

Nun wollte ich aber auch auf die Bahn. Oder eher: vorsichtig die kleine Steigung auf die Gerade herauffahren. Zum Glück stand mir mit Karsten ein erfahrener Bahnfahrer zur Seite, der locker neben mir fuhr, es vormachte und dann viele Runden parallel ganz oben in der Bahn fuhr. Seine zugerufenen Tipps und seine stetige Fahrt beruhigten mich. Langsam traute ich mich immer weiter in die Kurven – jedes Mal mit der kleinen Schrecksekunde und dem Gedanken „Huch, jetzt ist es steil, hoffentlich rutsche ich nicht!“ Mantraartig hörte ich von oben „In der Kurve Gas geben!“. OK, also Gas! Und es funktionierte! Die erste Kurve lag hinter mir. Was für ein Spaß! Ab auf die Gerade und in die nächste Kurve.

Die ersten Runden fuhr ich mittig zwischen der schwarzen Linie (ca. 20 cm vom Innenrand) und der roten, der sogenannten Spinterlinie, etwa einen Meter höher. Dann musste ich erstmal runter und meine Hände ausschütteln. Ich hatte gar nicht gemerkt, wie fest ich den Lenker gegriffen hatte. Und weiter. Diesmal wagte ich mich etwas oberhalb der roten Linie, fasziniert davon, dass Karsten, der ganz oben in der Bahn fuhr, so locker und leicht seine Runden drehte. Noch einmal musste ich pausieren und die Hände ausschütteln. Dabei war es beeindruckend zu sehen, dass die beiden extra fürs Radrennbahnfahren angereisten Darmstädter oberhalb der blauen Linie (ca. 2m oberhalb des Innenrandes, die sogenannte Steherlinie) entlangflitzten. Stark!

Da wollte ich auch hin. Also wieder aufs Rad, eingeklickt und rauf auf die Bahn. Die blaue Linie im Blick war ich in der nächsten Kurve oberhalb und machte den Fehler nach unten zu schauen. „Huch! Ist das steil! Gleich rutsche ich runter!“ klang’s in meinem Kopf. Zum Glück direkt abgelöst durch „In der Kurve Gas geben!“ Dann war ich glücklicherweise schon wieder auf der Geraden, wenn auch mit erhöhtem Herzschlag. Langes Nachdenken verbot sich, die nächste Kurve war vor mir und unter die blaue Linie wollte ich nicht noch einmal. 🙂

Herrlich!

Ich hätte nicht vermutet, dass es so einen Spaß machen würde, dass ich noch abends ein versonnenes Lächeln auf dem Gesicht haben würde. Vielen Dank an Florian, Jörg und Karsten für die Möglichkeit, einmal auf der Radrennbahn zu fahren!

 

Übrigens: Zum Saisonfinale am 15. September 2018 ist die nächste Gelegenheit selber einmal eine Runde auf der Radrennbahn zu drehen. Ab 10 Uhr heißt es „Bahn für alle“. Mehr Infos gib’s beim Radsport-Verband Hamburg.

 

Dank an Florian für die Impressionen im bewegten Bild:

 

 

 

Pedale & Poeten – le Fahrradabend

Ein Wochenende im März und gleich zwei Radhighlights standen an: In Berlin die Fahrradschau und in Hamburg Pedale & Poeten. Da war gute Planung und Kombination gefragt – Dank der totalen Mobilität mit Brommie ein Klacks. Nach einem Kurzbesuch der Fahrradschau, ging’s fix mit Brompton & Bahn gen Hamburg, um rechtzeitig zu Pedale & Poeten zu sein.

Pedale & Poeten – le Fahrradabend

Zum zweiten Mal lud Rick zu Pedale & Poeten ein und es wurde wieder voll. „Le Fahrradabend“ ist ein entspanntes Zusammensein Hamburger Radfahrer, die sonst in den unterschiedlichsten Kombinationen gemeinsam auf den Straßen unterwegs sind. Los ging’s mit Rick’s unterhaltsamer Schilderung seiner Festive 500 #inonego. Zum Ende des Radjahres hatte er sich der Herausforderung gestellt, alleine die 500 km in einem Rutsch zu fahren, berichtete von Begegnungen mit einer Bestie (= ein Rad jagender Golden Retriever), Eingeborenen im Brandenburgischen und dem Delirium, in das er verfiel, als er zurück in Hamburg die letzten 25 km abspulte. Wahnsinn!

Ebenso beeindruckend war Torsten Franks Bericht seiner Teilnahme am fünften Transcontinental Race (TCR05) im letzten Jahr 2017. Es waren so viele beeindruckende kleine Begebenheiten, die er schilderte, dass ich direkt auf sein TCR05-Tagebuch in seinem Blog verweisen möchte. Mir ist insbesondere Folgendes in Erinnerung geblieben. Während ich bis dato von Langstreckenfahrern gelesen hatte, die Tage und Nächte durchgefahren waren, erschien mir Torstens Taktik sehr überlegt. Er hatte sich vorgenommen nachts auf jeden Fall irgendwo zu schlafen, um dann tagsüber umso fitter viele Kilometer fahren zu können. In Rumänien brach ihm die Vorderradfelge und er fand doch tatsächlich zeitnah einen Radladen, in dem es zwar keine passende Felge gab, aber dessen Inhaber ihm direkt ein neues Laufrad aufbaute, so dass er seine Fahrt fortsetzen konnte. Wo er sich nach dem spätabendlichen Felgenbruch bettete und wie er am nächsten Morgen zu dem Radladen kam, ist eine Geschichte für sich, die auch in seinem Tagebuch zu lesen ist. Leider kostete ihn diese Begebenheit sowie eine fiese Magengeschichte in Bulgarien zu viel Zeit, so dass er nicht mehr offiziell hätte „finishen“ können. Eine positive Bilanz zieht er dennoch:

„Was für Erinnerungen und Eindrücke ich während dieser 17 Tage gesammelt habe! Welche eigentlich irrsinnige Strecke ich in dieser doch recht kurzen Zeit zurücklegte: 3394 Kilometer waren es insgesamt. Wie kurz ich eigentlich vor dem Ziel stand. Und wie ich es doch für mich selbst erreichen konnte. Zwar nicht Meteora, aber #ImgoingtoseeEurope und die Erkenntnisse, die ich gewinnen konnte. Grandiose Erlebnisse, die ich noch lange nach der Rückkehr nach Deutschland verarbeite.“

Quelle: Blog von Torsten Frank

Was für eine Inspiration!

Inspirierend ging’s weiter: Zum dritten Mal startete im März die Transcrimbrica. Zwei Hamburger Radfreunde haben sie ins Leben gerufen, um mal etwas länger als üblich zu fahren. Was liegt da näher als im Winter von Hamburg nach Skagen und wieder zurückzufahren, möglichst abseits großer Straßen? Gefahren wird eigenverantwortlich und im Selbstversorgermodus. Einst war die Fahrt als Rennradfahrt gedacht, aber die dänischen Straßen und Wege boten feinsten Gravel, so dass nun eher Räder mit etwas breiteren Reifen am Start sind. In diesem Jahr war’s so kalt und nass, dass tatsächlich nur einer der Starter durchgekommen ist. Dank an den Sohn von einem der Radfreunde, dessen Film zur diesjährigen Transcimbrica wir sehen durften. Er hat am Start die Fahrer nach ihrer Motivation befragt: Am häufigsten Stand bei den schon vor Kälte Schlotternden „Spaß haben“ im Vordergrund. Ach ja, Transcrimbrica, weil zwischen Hamburg und Skagen die kimbrische Halbinsel zweimal durchquert wird.

 

Im Anschluss las Otto Erich wieder Geschichten von und über Radfahrer. Er legte uns den Covadonga Verlag ans Herz, aus dem ich auch schon das ein oder andere Buch mit Begeisterung gelesen habe. Ein guter Anlass mal wieder im Programm des Verlages zu stöbern. Danke für Lesung & Tipp!

Einige Bücher hatte er direkt mitgebracht, um sie zu verschenken. Dies ging nahtlos über in eine Versteigerung über, die Harald zu Gunsten des Mitternachtbusses der Diakonie veranstaltete.

Das emotionale Highlight des Abends kam zum Schluss. Rick selber wusste nicht worum es gehen würde, hatte noch nicht einmal die leiseste Ahnung oder wie Gert sich immer wieder versicherte „Du hast keine Ahnung was kommt!“ Da Rick seit geraumer Zeit in der Hamburger Radcommunity verschiedene lockere Ausfahrten initiiert wie beispielsweise den First Light Ride , längere Fahrten wie „BBB 1000 – Barmbek-Brügge-Barmbek“ und um darüber zu schnacken im letzten Jahr erstmals zu Pedale & Poeten eingeladen hat, wollten wir ihm etwas zurückgeben. Gert hatte die großartige Idee Rick mit dem Rad – ein gelbes Cannondale, das ihm vor Jahren geklaut wurde und von dem er immer noch wehmütig spricht, – zu überraschen. Gedacht getan: Gemeinsam mit Harald richtete Gert kurzerhand eine Facebookgruppe ein, um Mitstreiter zu finden, fand ein Baugleiches auf ebay, bot für das Rad und bekam den Zuschlag. Inzwischen waren viele dem Aufruf gefolgt, Harald als Schatzmeister verkündete gefühlt stündlich den €-Zwischenstand. Es reichte, um nicht nur das Rad zu kaufen, nach Hamburg zu holen und instand zu setzen. Nun fehlte nur noch ein weiterer Pedale & Poeten Abend. Aber die Details beschreibt Gert am besten selber, hier nachzuhören in Regines Radsalon. Ohne dem Radsalon zuviel vorweg nehmen zu wollen: Die Überraschung ist gelungen 🙂

A propos, Dank Regine, kann der gesamte „Le Fahrradabend“ noch einmal nachgehört werden:

 

Vielen Dank an Rick und alle, die zu diesem großartigen Abend beigetragen haben!

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